Konzert-Bericht: Bryan Ferry
Bonn, Museumsplatz (14.9.02)
September 2002

Der Museumsplatz in Bonn war zwar wolkenverhangen, aber es regnete nicht. Die Temperatur war okay, das Konzert konnte beginnen! Bevor Ferry kam, hatte eine junge Songwriterin noch ihre Chance, die abwechselnd auf der Gitarre oder am Klavier klimperte...

Kurz nach acht betrat Bryan Ferry dann die Bühne und eröffnete mit "The Only Face" von "Mamouna". Und das in alter Tradition: Nur er und das Piano! Ferry komplettierte seine Band Stück für Stück, indem mit jedem weiteren Song ein Musiker mehr auf die Bühne kam. Dementsprechend ruhig ließ er es zu Anfang auch angehen. "Don't Think Twice" kam als erster "Frantic"-Song, dann "Falling in Love Again" von "As Time Goes By".

In der zweiten Phase durfte getanzt werden! Ferry selbst ist wieder zum Entertainter erwacht und beeindruckte damit meist am Mikroständer, aber auch am Piano. Es folgten teils ältere Stücke aus den Siebzigern, im Wechsel mit neuem Material.

Die dritte Phase gehörte den Hits und Klassikern. Eingeleitet wurde sie in Ferrys Umziehpause mit einer ausgedehnten Version von "Tara". Und dann kamen auch die Songs, die Ferry sich in der ersten Hälfte aufgespart hatte: "Limbo", "Boys and Girls", "Slave To Love", "Love Is The Drug", "Do The Strand" und inmitten dieser natürlich auch "Jealous Guy" - Hochmomente des Konzerts! Dann war nach gut 90 Minuten und zwei geplanten Zugaben - "Let's Stick Together" und das wunderbare "I Thought" - auch schon Schluß.

Leider bot die Anlage auf dem Museumsplatz nur einen verwaschen klingenden Sound, der die gute Arbeit der Band oft nicht richtig transportieren konnte. So hätte die Harfe z.B. fast durch einen Bass ersetzt werden können... Ansonsten war die Show, im Vergleich zum Roxy-Musik-Konzert vor fast genau einem Jahr (Konzert-Bericht im Archiv!), zwar deutlich weniger glamourös, aber Ferry und Band haben vollends überzeugt.
bf

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