amrand

Torben Sager
Felix Wagner

Wohnort: Würzburg/Nürnberg, Bayern
LoFi-Familienmitglied seit: Juni 2011

Torben, FelixAlles begann mit einem zufälligen Zusammentreffen an einem sonnigen Nachmittag im Jahr 2006 auf den Stufen vor dem Eingang der Würzburger Universität. Für Torben war es einer der letzten Unitage überhaupt. Wir kannten uns vom Sehen, schlitterten in ein Gespräch und verabredeten uns lose zum Musik machen. Ich weiß nicht mehr wann genau, ich glaube aber es war bald nach den ersten gemeinsamen Pickings, dass sich dieses Gefühl entwickelte. Der sichere Eindruck, dass das, was wir hier machen, wichtig ist – wichtig für unser Gemüt, wert es zu wiederholen.

Wir arbeiteten nicht nur in der Anfangszeit langsam, fast bedächtig, bereit zu verwerfen und nie mit der Absicht zu konzertieren oder eine Platte aufzunehmen. Bald wagten wir erste verrauschte Home-Recordings, in erster Linie um Abstand zur eigenen Musik gewinnen zu können. Viele der frühen Stücke waren von atmosphärischen Instrumentalpassagen geprägt. Es entwickelte sich ein Stil, der uns bis heute begleitet. Irgendwo zwischen Monotonie und Polyphonie, zugänglich in erster Linie für denjenigen, der bereit ist zuzuhören und sich einzulassen.

Im Herbst 2008 nahmen wir in den überhitzten Dachkammern des Chance Studios im wunderschönen Theater am Neunerplatz unsere erste EP „Ein Spätsommertag“ auf. Die Aufnahmen waren intensiv und nahmen viel Zeit in Anspruch, in erster Linie aufgrund unseres starken Wunsches bis ins Detail zu feilen, präzise und natürlich zugleich zu klingen.

Mit der Zeit, den ersten Konzerten und dem langsam wachsenden Schatz an eigenen Stücken reifte die Idee, mit etwas besserem Equipment im Homerecording-Verfahren weitere Songs aufzunehmen. Dies gewährte uns die Möglichkeit, in unserem Tempo und dem uns eigenen perfektionistischen Anspruch zu arbeiten. So entstand Stück um Stück unsere aktuelle CD „Tier aus Papier“, bereichert durch zurückhaltende Beiträge von Gastmusikern. Cello, Klavier, Kontrabass, Trompete und Schlagzeug – je nach Stimmung und atmosphärischer Qualität des einzelnen Songs.

Inzwischen pendeln wir zwischen Würzburg und Nürnberg. Auch über die Entfernung haben wir eine gute Form der musikalischen Zusammenarbeit gefunden – ein Zusammen, das entspannt und für uns Bedeutsames zu Tage fördert. Nach langen Monaten vor dem Computer und Mikrophon ist es uns gegenwärtig wichtig, zum Kern zurückzugelangen. Zur Improvisation am Instrument, zu kreativen Prozessen. Wir arbeiten intensiv an neuen Stücken und freuen uns auf Konzerte.
Felix Wagner, Mai 2011

Online:
www.amrand.net
www.myspace.com/amrandmusik
http://soundcloud.com/amrand
www.vimeo.com/28453944

 

amrand - Tier aus Papier (2011)

 

Platten:

Tier aus Papier (CD, 2011)
Es war der Zufall, der Torben Sager und Felix Wagner vor rund fünf Jahren zusammenführte. Beide studierten in Würzburg, begegneten sich, kamen ins Gespräch und verabredeten sich schließlich zum Musik machen. Es begann ein langsames Sich-herantasten, das schließlich in der ersten „amrand“-EP „Ein Spätsommertag“ (2008) mündete. Torben und Felix hatten ihren gemeinsamen Nenner gefunden und steckten sich ein neues Ziel: ein eigenes Album.

Bewusst entschied man sich für Homerecording-Aufnahmen. „Dies gewährte uns die Möglichkeit, in unserem Tempo und dem uns eigenen perfektionistischen Anspruch zu arbeiten“, so Felix. Das Ergebnis, „Tier aus Papier“, liegt nun vor und zelebriert die Langsamkeit, das Zurücklehnen und den Sinn für unscheinbare Momente, die auf dem Album konsequent, nah und persönlich beleuchtet werden.

Die expressionistischen Texte erzählen von der Wahrnehmung der Umwelt, mal alleine, mal zu zweit, und manchmal auch von dem, was über diese Wahrnehmung hinaus geht („Phantome“). Sie erzeugen Empfindungen hinter der Fassade des Alltäglichen und fokussieren so ein Innenleben durch den Blick nach draußen.

Musikalisch präsentieren sich „amrand“ rein akustisch. Im Mittelpunkt stehen Gitarren, meist gezupft, die lediglich mal von einem sehr behutsamen Schlagzeug, einem dezenten Streicher, Bläser oder Piano begleitet werden. Fazit: „Tier aus Papier“ ist Musik in Slow Motion für ruhige Momente.
bf, Juni 2011

Ein Spätsommertag
Phantome
Tier aus Papier
Die Spur
Du bist dabei
Hinterhaus
An die Wand
Gib mir Worte
Staub im Gesicht
In die Nacht

Ein Spätsommertag (EP, 2008)

 

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