Bischler

Patrick Bischler

Wohnort: Heidelberg, Baden-Württemberg
LoFi-Familienmitglied seit: November 2010

Patrick BischlerBischler, das ist zunächst einmal Patrick Bischler aus Darmstadt, der sich nach verschiedenen Bandprojekten 2008 erstmals solo unter die gestrengen Augen und Ohren des Publikums wagt. Schnell wird klar, dass sich der junge Künstler vom Gros der Singer/Songwriter-Kollegen abhebt: Mit seiner markanten, leicht angerauhten Stimme, eingängigen Kompositionen und sensiblen zeitkritischen Texten entwickelt er einen unverwechselbaren Stil.

Seit 2009 arbeitet Bischler mit einer festen Bandformation zusammen, was die natürliche Dynamik seiner Songs noch unterstreicht: Der folkige Grundtenor wird nun bereichert durch dezente Pop- und Rockelemente, mehrstimmiger Gesang und Geige sorgen für besondere Akzente. 2010 erscheint schließlich Bischlers erstes Album „Pause“, eine ebenso charmante wie eindringliche Aufforderung, inmitten der fremdverordneten täglichen Hektik doch einfach mal stehen zu bleiben und die Augen zu öffnen.
rou, November 2010

Online:
www.bischlermusik.de
www.myspace.com/bischler

 

 

Platten:

Pause (CD, 2010)
Das Erstaunlichste am Debütalbum der Bischler-Truppe ist vielleicht die Ausgereiftheit des Sounds: Die Stücke sind dicht und dramaturgisch intelligent arrangiert, hier sitzt jeder Ton wo er hingehört, was insbesondere für das Geigenspiel von Mariella Schelch gilt. Das Spektrum reicht von fragil-schwebenden Folkskizzen bis zu packenden Uptempo-Nummern: Mit Paradestücken wie „Pause“, „Perfektionisten“ oder „Kann nich schlafen“ gelingen hier Perlen für die Ewigkeit – viel besser man das kaum machen.

Gesanglich glänzt Bischler durch seine ungeheure Präsenz, egal, ob er die ganz leisen Töne bedient, die leidenschaftliche Rockröhre raushängen lässt, oder sein Markenzeichen, ein resignativ hingehauchtes „Ja“ pflegt. Und was er da singt, ist – Dankeschön! – endlich mal alles andere als die gängige emotionale Nabelschau.

Neben allem Sinn für Witz, Ironie und Skurrilitäten („Das Lied vom armen Reh“, „Individualisiertes Curriculum“) verfolgt Bischler ein durchaus ernsthaftes Anliegen. Immer wieder spricht er den Hörer direkt an und stößt ihn mit der Nase auf den Irrsinn unserer auf Tempo, Leistung und Anpassung ausgerichteten Welt – und auf den Verlust, den wir fast gar nicht mehr bemerken: „Die schönen kleinen Momente / die stecken im Detail / Man könnte sie verpassen / Gehn sie nicht daran vorbei“ – nee, lieber mal Pause machen, am besten mit Bischler.
rou, November 2010

Intro
Pause
Oder nich?
Ich könnte
Das Lied vom armen Reh
Perfektionisten
Kann nich schlafen
Eitelkeit & Schnee
Bäume
Der Traum
Hier bei dir
Moritat vom Mackie Messer
Individualisiertes Curriculum
Pause II

 

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