The Dope Rudi Maier Wohnort: Landshut, Bayern
Mit tatkräftiger Unterstützung wurde in den letzten zwei Jahren am Sound gearbeitet, Garagenpunk ist kraftvollem Indierock gewichen. Jetzt stehen die Signale auf grün, The Dope möchten durchstarten: Ihre
erste EP, das Label-Debüt "Time to.", erschien am 8. Januar 2007 auf Pretty
Pink Records, und eine ausgedehnte Tour durch Deutschland haben die Jungs
schon hinter sich. Im November 2007 erschien dann ihr Album-Debüt
in neuer Besetzung: Am Schlagzeug sitzt nun Franz Neugebauer, der frühere
Drummer von badheadmusicscene. Seit der Veröffentlichung von "Deaf
And Blind But With A Smile", haben sich The Dope zu einer unermüdlichen
und herausragenden Liveband gemausert, die es schafft, jeden auch noch
so kleinen Club zum brodeln zu bringen. Online:
Platten:
Die neuen Songs sind atmosphärisch sehr stark, und insgesamt ist „Into The Woods“ (leider) weniger überdreht als sein Vorgänger, das Debüt „Deaf And Blind, But With A Smile“ von 2007. Geblieben ist der Dope-typische Sound: kühl, verbittert, und gleichzeitig eindringlich und intensiv. Aber es wurden auch neue Wege beschritten: „Synapsis Connect“ startet als überzeugender, alternativer Countrysong, und entwickelt sich erst im Laufe des Stückes zu einer typischen Dope-Nummer. „Into The Woods“ ist ein reifes, kreatives und gut produziertes Indierock-Album.
Es kommt mit zehn Titeln und erscheint am 1. Oktober auf Red Can Records. OK Babe
Rudi Maier zeigt, wo bei The Dope der Hammer hängt und liefert mit "Deaf And Blind But With A Smile" eine vielseitige Indierock-Platte ab. Im Zentrum stehen Schlagzeug, Gitarre und Gesang, ein Bass hatte bei The Dope noch nie was verloren. Dass das Soundbild mitunter etwas dünn rüberkommt, ist spätestens jetzt ein Markenzeichen, denn die spärliche Instrumentierung täuscht nicht darüber hinweg, dass wir es hier mit ein paar herausragenden Songs zu tun haben. Einer von ihnen ist "Passion: Brain". Der Rocker war schon vorab als Demo bei LoFi-Lab zu haben, die Album-Version ist noch ein Stück knackiger und überzeugt immer noch auf ganzer Linie. Nach "Sweet Revenge" haben The Dope damit schon den zweiten Hit in Folge gelandet. Doch "Deaf And Blind But With A Smile" bietet mehr: "Miss Marvelous" besticht durch ein exzellentes Zusammenspiel von elektrischer und akustischer Gitarre, von gemäßigten Strophen und sich energisch aufbäumenden Zwischenparts. Das rein akustische "A Sigh" spielt so unbeschwert dahin, dass der Sommer noch mal aufblitzt, und auch "To Dig My Grave" macht sich diese sonnige Grundstimmung zu Nutze und erinnert nicht nur soundtechnisch an Bettie Serveert. Im Kontrast dazu steht inhaltliche Resignation: "I do not see what I've got, 'cause I've got nothing more than my life and the lights in here to switch."Düster und dramaturgisch schön aufgebaut, kommt "The Bareness Of This Moment" daher, gipfelnd in Rudi Maiers markerweichendem Geschrei ("Please let me put you gloves on!"), das vermutlich nur noch von Billy Talent oder den Pixies übertroffen wird. Abgerundet wird "Deaf And Blind But With A Smile" durch eine sehr erfreuliche
Produktion mit klarem und kraftvollem Sound. Besonders die Gitarren klingen,
wie Gitarren bestenfalls klingen sollten. My Lung, My Heart
Als ein Hit erweist sich dabei gleich der Opener "Sweet Revenge", ein kleines LoFi-Feuerwerk aus perfekt arrangierten Gitarren, kraftvollem Schlagzeug und Rudi Maiers markanter Vokalarbeit. Amerikanischen Collegerock trägt "When Heroes Die" im Herzen, bevor das atmosphärische "Turn The Laws Out" ruhigere Töne anschlägt, die (bei mir) eine Mischung aus Placebo und Metallica-Ballade assoziieren - und überzeugen. "This Is Where You Find Gold" kommt mit elektronischen Beats und Synthesizer,
"Dinge die bis vor kurzem noch unvorstellbar gewesen wären", kommentiert
die Bandinfo. Das Experiment ist klar gelungen. Die Vollgas-Nummer "Utopia"
und "We Will Know It When We Are Dead" komplettieren die Tracklist der
6-Track/20-Minuten-EP. Sweet Revenge Bullshit (CD, 2004 - nicht mehr erhältlich)
Live-Review: The Dope (Düsseldorf, People
Clubbar, 11.04.07) Meistens spielen im People Club, der sich auf Nachwuchsbands spezialisiert hat, drei Bands pro Abend, so auch an diesem Mittwoch. The Dope sollten den Anfang machen. Nachdem das meist blutjunge Publikum schon die Ausweiskontrolle passiert hatte, wurden auf der Bühne schnell noch die Koffer ausgepackt, und dann ging es los. Das Set bot eine Mischung aus brandneuen Songs und Titeln von der aktuellen EP "Time To.". "My Lung, My Heart" eröffnete den Gig - Klaus Schachtner prügelte die Drums und Rudi Maier (git/voc) steigerte sich zu einem herrlichen, nach Wahnsinn anmutenden Geschrei. The Dope waren da, von Anfang an. Vor der Bühne ging es hingegen eher verhalten zu. Doch wie sich später zeigte, war der Club voll mit Anhängern der Band Maila, die als nächstes spielen sollte. Nach "Me & I, We'll Die Tonight", kam mit "Change Your Faith" ein Titel, der ursprünglich für die EP vorgesehen war. "Turn The Laws Out", dessen unterkühlten Sound die Band auch live gut umsetzen konnte, hat diesen Sprung zu Recht geschafft. "Sweet Revenge" durfte natürlich nicht fehlen, und plötzlich regte sich auch das Publikum etwas mehr. Die Stimmung im People Club wurde gerade besser, als The Dope nach "Passion: Brain" ihren Auftritt schon beenden mußten. - Da kommen die Stunden im Stau schmerzlich zum Vorschein. Die Akustik-Gitarre, inzwischen eigentlich Bestandteil des Livesets, kam an diesem Abend leider gar nicht zum Einsatz, auch "Utopia" fiel der Zeit zum Opfer - schade, schade. Was die Band aber innerhalb einer halben Stunde gezeigt hat, hat ohne
Zweifel gerockt. Noch dieses Jahr möchten The Dope ihr erstes Album auf
Pretty Pink Records veröffentlichen. Der Live-Eindruck läßt
auf jeden Fall hoffen.
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