Half Baked Cheese Stephan Grasl Wohnort: Krems, Österreich
Heute sind die Jungs 16 Jahre alt und können erste Aufnahmen vorweisen.
Die Drums poltern, schrill verzerrte Gitarren geraten in Extase - es ist
der Stooges-Sound, den "On Fire" mit sich bringt. "White Snow" ist hingegen
Psychedelic pur: Was als dreckige Blues-Rock-Nummer beginnt, wird stetig
eindringlicher und steigert sich dramaturgisch zum auditiven Trip, gespickt
mit durchgedrehten Soundeffekten - eine Reise in den LSD-Wahnsinn. Platten: Foreign Sessions (Online-CD, 2008) DOWNLOAD Dass eine Band anno 2008 mit derartiger Energie, spielerischer Leichtigkeit und knackigen Songideen so tut, als habe es die letzten 40 Jahre nicht gegeben, ist schon respektabel. Aber dass es sich bei dieser Band um Teenager jenseits der Volljährigkeit handelt, beeindruckt umso mehr. Sänger Andreas Weber hat tatsächlich den Blues in der Stimme und weiß diesen auch gezielt einzusetzen. Solide und routiniert geben sich Sebastian Leopold am Schlagzeug und Stephan Grasl am Bass. Zentrales Element ist aber das ambitionierte Gitarrenspiel von Raffael Lenz, das den zumeist wilden Sound von Half Baked Cheese größtenteils prägt. Vorwiegend sind es kleine Epen, die wir auf "Foreign Sessions" finden
können - gleich drei Titel haben eine Länge von zehn Minuten ("She", "What's
Wrong" und "White Snow"). Gut ausgefeilte Spannungskurven sorgen dafür,
dass die Songs nie träge oder gar langweilig werden. Eine gewisse Sympathie
für Studio-Jams sollte der geneigte Hörer allerdings mitbringen... On Fire |