Half Baked Cheese

Stephan Grasl
Raffael Lenz
Sebastian Leopold
Andreas Weber

Wohnort: Krems, Österreich
LoFi-Familienmitglied seit: August 2007

Half Baked CheeseFetter Psychedelic Rock ist es, den uns Half Baked Cheese mitunter um die Ohren hauen. Dabei klingt das Quartett aus dem österreichischen Krems auch noch verdammt authentisch. Ansonsten geht der Sound in Richtung Indie/Garage-Rock. Wer jetzt schnarchnasige Alt-Hippies an den Instrumenten vermutet, liegt knapp daneben: "Die Saat der Musik ging schon im zarten Alter von 13 Jahren in ihren Köpfen auf.", heißt es in der dreizeiligen Info, die uns die Band hat zukommen lassen.

Heute sind die Jungs 16 Jahre alt und können erste Aufnahmen vorweisen. Die Drums poltern, schrill verzerrte Gitarren geraten in Extase - es ist der Stooges-Sound, den "On Fire" mit sich bringt. "White Snow" ist hingegen Psychedelic pur: Was als dreckige Blues-Rock-Nummer beginnt, wird stetig eindringlicher und steigert sich dramaturgisch zum auditiven Trip, gespickt mit durchgedrehten Soundeffekten - eine Reise in den LSD-Wahnsinn.
bf, August 2007


Online:

www.myspace.com/halfbakedcheese

Platten:

Foreign Sessions (Online-CD, 2008) DOWNLOAD
Endlich liegt es vor, das erste Album von Half Baked Cheese. Das Quartett aus dem österreichischen Krems spricht zwar bescheiden von einem Demo, wir nennen "Foreign Sessions" aber mal ihr LoFi-Debüt, denn was die Jungs sich da zusammengespielt haben, kann sich sehr wohl hören lassen. Erschreckend authentisch klingender 60s-Blues-Rock mit psychedelischem Anklang wird dem Hörer hier acht Songs und über 50 Minuten lang um die Ohren gepfeffert. Dabei häufen sich unwillkürlich Assoziationen zu unsterblichen Größen des Genres - Jimi Hendrix und Jim Morrison sind derer nur zwei.

Dass eine Band anno 2008 mit derartiger Energie, spielerischer Leichtigkeit und knackigen Songideen so tut, als habe es die letzten 40 Jahre nicht gegeben, ist schon respektabel. Aber dass es sich bei dieser Band um Teenager jenseits der Volljährigkeit handelt, beeindruckt umso mehr. Sänger Andreas Weber hat tatsächlich den Blues in der Stimme und weiß diesen auch gezielt einzusetzen. Solide und routiniert geben sich Sebastian Leopold am Schlagzeug und Stephan Grasl am Bass. Zentrales Element ist aber das ambitionierte Gitarrenspiel von Raffael Lenz, das den zumeist wilden Sound von Half Baked Cheese größtenteils prägt.

Vorwiegend sind es kleine Epen, die wir auf "Foreign Sessions" finden können - gleich drei Titel haben eine Länge von zehn Minuten ("She", "What's Wrong" und "White Snow"). Gut ausgefeilte Spannungskurven sorgen dafür, dass die Songs nie träge oder gar langweilig werden. Eine gewisse Sympathie für Studio-Jams sollte der geneigte Hörer allerdings mitbringen...
bf, Mai 2008

On Fire
Strange Lady
Polly Queen
Way To Walk
She
White Snow
What's Wrong
Batman

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