Marshmallow Muschis

Lotte Lindex
Mille McGuyver
Yvonne

Wohnort: Düsseldorf, NRW
LoFi-Familienmitglied seit: Januar 2005

Lotte, Yvonne, MilleIm September 2004 hat LoFi-Lab über den ersten öffentlichen Auftritt der Marshmallow Muschis berichtet, einer jungen Punkband aus Düsseldorf. Mille McGuyver, Lotte Lindex und Yvonne gründeten die Marshmallow Muschis in einer durchzechten Nacht "irgrendwann im Sommer 2003", wie Bassistin Lotte verriet. "Auf das anfängliche Gerede folgten im Oktober Taten mit dem Beziehen des Proberaums und ersten kläglichen Versuchen an den Instrumenten."

Die Drei knüpfen ohne Umschweife an den klassischen Punkrock an: Hier poltern die Drums, die E-Gitarre spielt bewährte Akkorde und der Bass dröhnt schön prägnant im Vordergrund; dazu die Vocals von Lotte und Mille.

Ende 2004 konnte die Band ihre erste Veröffentlichung vorweisen: Der Song "Schizophrenic" erschien auf dem CD-Sampler "Modestadt Düsseldorf Vol.2". Inzwischen ist auch ihre Debüt-EP "Catfight" auf dem Markt.
bf, September 2006

Online:
www.myspace.com/marshmallowmuschis
www.marshmallowmuschis.de

10 Alben, die die Marshmallow Muschis mit auf eine einsame Insel nehmen würden:
3. Wahl - Halt mich fest
Fondas - Coming Now
Heroines - Groupie
Living End - (?)
Neurotic Arseholes - Bis zum bitteren Ende
Oma Hans - Trapperfieber
Peter and The Test Tube Babies - The Mating Sounds Of...
Public Toys - Rock'n'Roll Parasites
South American Frogs - (?)
TV Smith - Useless

 

Platten:

CatfightCatfight (EP, 2006)
Im Juni 2006 erschien mit "Catfight" der erste Tonträger des Punk-Trios aus Düsseldorf. Ganze sechs Titel haben auf der 10-Minuten-EP Platz gefunden. Neben ausgiebig live erprobten Stücken wie "Sex Appeal" oder "Dragons To Slay", sind auch die neueren Tracks "Kitties In The Backyard", sowie das Highlight "Gordon" vertreten. "Absolutes Glücksgefühl" und "Suizid" (eine kleine Kostprobe: ‚Suizid mit deinem Glied / Töte mit den Klöten / Erhänge mit den Samensträngen') machen die Sache rund.
bf, Juli 2006

Kitties From The Backyard
Glücksgefühl
Dragons To Slay
Gordon
Sex Appeal
Suizid

 

Live-Review: Marshmallow Muschis (Düsseldorf, 7. Juni 2006)
Punkrock im Kellergewölbe

YvonneDa haben sich die drei Mädels der Marshmallow Muschis genau die richtige Location für ihre Record-Release-Party ausgesucht: Das Pretty Vacant (ehemals Coffy) gehört mit seinem Kellergewölbe zu den interessantesten Adressen für Livemusik in der Düsseldorfer Altstadt. An diesem 7. Juni war der Name Programm, es gab Punkrock bis zum abwinken. Zur Einstimmung wurden natürlich Marshmallows bereitgestellt.

"Trümmerromantik" eröffneten den musikalischen Abend, gefolgt von den "Horrible Pines", bei deren Gig auch schon Lotte von den Muschis ihren ersten, unverhofften Auftritt hatte. Dann nämlich, als plötzlich kein Ton mehr aus dem Bassverstärker kommen wollte und auf der Bühne Ratlosigkeit Einzug erhielt - bis Lotte endlich kam und mit sicherem Blick feststellte: "Du hast ja auch auf ‚Mute' gedrückt!" So konnte es dann weitergehen.

Gegen 22:30 Uhr war es Zeit für den Hauptact. Wer jetzt erst kam, hatte musikalisch zwar nicht viel verpasst, die Chance auf ein Freiexemplar der ersten Muschis-EP "Catfight", bestand zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr. Dazu hätte man einer der ersten 30 Besucher sein müssen, die aber bereits allesamt vor der Bühne auf Lotte, Yvonne und Milena warteten. Nachdem der tobende Gitarrenverstärker gebändigt war, konnte die Show losgehen. Gewohnt schrill spielten die Muschis ihr Set, begleitet vom Grinsen ihrer Logo-Katze auf großem, schwarzen Leintuch, das, unmittelbar am Rücken der Drummerin, von der Kellerwand herabhing.

Muschi-Fan Lena und Lotte (v.l.)"Rock'n'Roll Barbie", "Sex Appeal", "Angel's Bar" - es polterte und schepperte der Muschi-Rock! Auch als "Gordon" kam, das Milena an ihre vokalen Grenzen trieb und die B-Seite der aktuellen "Catfight"-EP eröffnet. Zwischendurch wurde es noch leicht feierlich, als Lotte, die kürzlich Geburtstag hatte, ein Geschenk von ihrer Band bekam: eine "goldene Schallplatte". Das Ständchen des Publikums folgte auf dem Fuße, dann war aber auch gut.

Es wurde weitergepunkt, bis auch der offizielle "Muschis"-Song kam (auf dem aktuellen LoFi-Sampler vertreten), bevor mit "Suizid" nicht nur das Ende der regulären Setlist erreicht war: Auch die Grinse-Katze im Hintergrund konnte sich nicht länger halten und flatterte stilecht zu Boden. Doch die Muschis lassen sich nicht von Zeichen leiten und machten unbeirrt weiter. Wunschkonzert war angesagt, und prompt kamen die Highlights noch einmal. Begleitet von Lena, die plötzlich aus dem Publikum auf die Bühne stieg, lange neben Bassfrau Lotte stand und sporadisch mitsang.

Nach über einer Stunde war dann endgültig Schluß, die Muschis hatten alles gegeben und den Abend zu Recht dominiert.
bf, Juli 2006

 

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