Martin Konvicka

Wohnort: Wien, Österreich
LoFi-Familienmitglied seit: Januar 2011

Martin KonvickaFür den geneigten und beständigen LoFi-Freund ist Martin Konvicka aus Wien kein Unbekannter mehr: Schon in der Anfangszeit von LoFi-Lab, 2001/2002, bereicherte er unser Angebot als „Jackentasche“, später dann als Bandmitglied der „Blumen im Regen“ (2004/2005). Danach hat Martin sich weiteren Bandprojekten gewidmet, in denen er auch weiterhin als Sänger, bzw. Gitarrist aktiv ist: Mit „Lehnen“ bereitet er sich dieser Tage auf eine zweite Amerika-Tour vor, und „the who the what the yeah“ werden im Frühjahr ihr zweites Album veröffentlichen.

Martin Konvicka hat sich der bodenständigen Rockmusik verschrieben. Mit nachhaltig greifenden Melodien und durchdachten Lyrics, schafft er Authentizität und Raum zur Identifikation. Nun meldet sich der Musik-Junkie mit dem brandneuen Soloalbum „Weiter“ zurück, das er erstmals unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlicht.
bf, Januar 2011

Online:
http://martinkonvicka.tumblr.com
www.facebook.com/martinkonvicka
http://twitter.com/martin_konvicka

10 Alben, die Martin mit auf eine einsame Insel nehmen würde:
Beatles - Rubber Soul
Brüllen - Schatzitude
Bob Dylan - Blonde On Blonde
Fink - Vogelbeobachtungen im Winter
Flowerpornoes - Ich & Ich
Pavement - Crooked Rain, Crooked Rain
Samba - tba
Die Sterne - Posen
Weakerthans - Left & Leaving
Weezer - Pinkerton

 

 

Platten:

Puzzle (MP3, 2011) DOWNLOAD
Rund acht Monate nach seiem Debütalbum unter eigenem Namen („Weiter“), legt Martin Konvicka jetzt mit „Puzzle“ nach. Aufnahmetechnisch kehrt er zurück zu seinen Wurzeln: Das gesamte Album (9 Tracks) wurde im Homerecording-Verfahren eingespielt, reduziert auf Gitarre und Gesang. Das Ergebnis ist ein dynamisches, eindringliches Kleinod aus Folk und Pop, das anders gar nicht hätte sein dürfen.

Martin schafft es mühelos, auch ohne große Inszenierung, seine Songs atmosphärisch und fesselnd zu transportieren. Dabei erzählt er in Momentaufnahmen traurige Geschichten aus dem (Gefühls-)Leben und vom eigenen Platz darin, den es immer wieder neu zu finden gilt: „Das Leben ist ein Puzzle“, heißt es im Titelstück, „Ich nehm es auseinander / Setz es wieder zusammen / Um nochmal von vorn anzufangen“.

„Pfandhaus“ prangert das Versumpfen im Alltagstrott an, die Lustlosigkeit am Puzzlespiel, wenn die einstige Leidenschaft im Pfandhaus liegt, eingetauscht gegen bequemen Stillstand. Es sind Themen jenseits der Jugendlichkeit, mit denen Martin (selbst Mitte 20) sich auf „Puzzle“ auseinandersetzt. Die Hoffnung und Zuversicht von „Weiter“ ist hier einer Resignation, Sehnsucht und Verbittertheit gewichen, die zu keinem Zeitpunkt gefühlsduselig wird, sondern viel mehr Analyse ist. Die Lyrics sind inhaltlich tiefgründig und sprachlich bodenständig. In seiner Intimität wirkt „Puzzle“ wie ein nächtliches Gespräch unter Freunden, bei dem man dankbar sein kann, zuhören zu dürfen.
bf, September 2011

Puzzle
Gehen lassen
Dead Letter Office
Pfandhaus
So wie die Sterne
Sternwarte
Keine beliebige Geschichte
Nicht glücklich werden
Betrogen

Weiter (CD, 2011)
Wie der Titel schon impliziert, stellt „Weiter“ einen Zwischenstand dar, strebt aber gleichzeitig nach vorne, nach Veränderung. Diese Rastlosigkeit zieht sich seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn durch Martin Konvickas Schaffen: Schon 2002 verkündete sein Debüt „Neue Wege“ (damals noch als „Jackentasche“). Begeben wir uns also auf diese wieder neuen Wege und folgen „Weiter“.

Eines wird schnell deutlich: Diese Wege begeistern! Wir haben es hier durch die Bank mit Profil-starkem, mal kraftvollem, mal entspannt arrangiertem Indierock zu tun, der die eigene Gegenwart beleuchtet und reflektiert. Es geht mal nicht um die Leiden dieser Welt, sondern um die unmittelbaren, nahen Empfindungen. Der Alltag wird fasziniert zerpflückt und nicht als selbstverständlich betrachtet. „Ich weiß noch nicht wann, und ich weiß noch nicht wohin. Doch es geht weiter...“, verkündet Martin Konvicka nicht als Floskel, sondern als Erkenntnis.

Das Tocotronic-affine „Zeichen“ ist nicht nur Signal für die Notwendigkeit des Aufbruchs, es ist, mit seinem kraftvollen Sound und dem großartigen, spacigen Gitarren-Arrangement, auch das Highlight auf „Weiter“. „Ein gutes Ende“ träumt vom Ziel des Weges, dem Ideal die richtigen Entscheidungen zu treffen und Fehler zu vermeiden. An dieser Stelle lässt Martin Konvicka uns nicht im Regen stehen, denn dem Ende folgt „Ein neuer Anfang“. So gesehen durchläuft „Weiter“ zwei Zyklen, denn wir befinden uns erst in der Mitte der Platte. Doch ganz so durchkonzipiert ist „Weiter“ nun auch nicht.

Die Instrumentierung ist im Kern klassisch, wird aber ergänzt durch eine Handvoll Gastmusiker, die mit Trompete, Geige, Chello und Akkordeon Akzente setzen. Konvicka selbst spielt, neben Bass und Gitarre, auch Klavier, Synthesizer und Glockenspiel. Der Sound ist bodenständig, klar und räumlich zugleich. Auf „Weiter“ wurde auf breiter Front ganze Arbeit geleistet, der man anhört, dass es sich nicht um eine Wohnzimmer-Produktion handelt. Aufgenommen wurde dennoch in Konvickas Heimatstadt Wien. „Weiter“ ist definitiv ein Album zum verweilen.
bf, Januar 2011

80 Stunden
Es geht weiter
Zeichen
Chanson
Ein gutes Ende
Neuer Anfang
Lichtblick
Cotton
Sonic Youth Song
Disappear

Disappear (Maxi-CD, 2010)
Disappear
Drift
Was weiß ich

 

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