LoFi-GesamtkatalogHier eine Übersicht aller bisher erschienenen CDs der LoFi-Künstlerfamilie. Infos zur Bestellung: LoFi-Lab nimmt Eure Bestellung entgegen und leitet sie anschließend an den entsprechenden Künstler direkt weiter. Dieser wird die Bestellung bearbeiten und versenden. Infos zum Versand und der Bezahlung findet ihr beim jeweiligen Angebot. (Alle Angaben beziehen sich auf Bestellungen innerhalb Deutschlands, wenn nicht gekennzeichnet!) LoFi-Lab kann keine Garantie für die Verfügbarkeit der Angebote übernehmen. Bestellen könnt ihr die CDs unter order@lofi-lab.de, indem ihr einfach den Titel der gewünschten CD aufschreibt.
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Tracklist: CD, Preis: € 3,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Tracklist: CD, Preis: € 3,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Tracklist: MP3, Preis: kostenlos Porto + Verpackung: - |
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Doch alles der Reihe nach: So erfahren wir auf dem hitverdächtigen Opener „9 Monate“ zunächst, unter welch widrigen Begleitumständen „Bob“ das Licht der Welt erblickte und erleben nebenbei den brutalstmöglichen Ausflug in den Pseudo-Blues. Schnell wird dem geneigten Hörer klar, dass Robert Alan zuallererst ein begnadeter Entertainer ist, der mal augenzwinkernd, mal lakonisch alles und jeden und vor allem sich selbst auf die Schippe nimmt. Musikalisch überwiegen auf „Bob“ die akustischen Gitarren, dennoch hat man nicht wirklich den Eindruck, es hier mit Folk zu tun zu haben - dazu bereichert Robert Alan seinen Sound zu gekonnt mit durchaus deftigen Drumspuren („Deine Band“) und verspielten Keyboards. Bisweilen verfällt er in einen Sprechgesang, der zeigt, dass hier auch Rap und Hip-Hop Pate gestanden haben. Trotz der obligaten ironischen Distanz erlaubt sich der junge Wahl-Berliner
jedoch auch einige zarte, fast lyrische Töne („Paris“, „Kopfhörer“), umschifft
dabei aber stilsicher die allgegenwärtige Kitsch-Falle. Das ist insofern
erstaunlich, als die Stücke mehrheitlich das holde Geschlecht besingen
- zum Beispiel so: „Du bist wie meine erste Beatles-Platte / Ich ärger’
mich noch immer, dass ich sie nicht früher hatte“ („Lass uns rennen“).
Und spätestens mit dem Anti-Lovesong „Für Hamster“ liefert Robert Alan
einen weiteren Beweis dafür ab, dass „Bob“ nicht nur Mädels mit Hamsterbacken
eine gute halbe Stunde lang restlos begeistern kann. Sehr charmant! CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: € 2,- |
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Doch nun Film ab: Mit dem Beginn des exzellenten "Like A Good Drug, My Dear" findet sich der Hörer unterwegs auf der Reise in den Soundkosmos von "Amber". Brutale Brüche sind zuweilen unvermeidbar: "Shake'n'Twist" geriert sich als kreischender Velvet Underground-Klon, erst danach findet das freischwebende Ohr Halt an den Strukturen einer klassischen Bränk Fleck-Nummer im Amber-Gewand, die in etwa so klingt wie Tocotronic auf Acid ("Verloren In Dir"). Dann zurück ins Chaos: "Heil Diskordia" eskaliert auf dem Fundament eines sich stetig wiederholenden Musters von drei Akkorden zur kakophonischen Schwerelosigkeit - bis der Rhythmus schließlich wieder einsetzt und ein wenig Bodenhaftung schenkt. Der charmante "Wastepipe Blues" (Ben Christopher) leitet über zu Bränk Flecks traurig-frustrierter Ballade "Am besten das Ende". "Light In The Head" nimmt das Thema des Intros nocheinmal auf, bis schließlich alle Anspannung abfällt; der Hörer stellt das Atmen ein zu "This Deep Ocean" (Ben Christopher), Stille, tiefblaues Funkeln, weit oben träger Wellengang - perfektes Kopfkino. "Welcome To Diskordia" wirkt kompakter und geschlossener als seinerzeit
das Debütalbum von "Amber", zudem ist die Soundqualität deutlich besser.
Das musikalische Konzept birgt - angesichts der strukturellen Freiheit
- freilich die Gefahr der Wiederholung in sich. Diese Befürchtung entkräftet
Bränk Fleck mit dem Hinweis, daß für das nächste Amber-Werk gänzlich andere
Wege eingeschlagen werden sollen - wir sind gespannt! CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Den Anfang macht "Flying Seat On A Cloudy Day", ein siebenminütiger Trip durch laue Lüfte, gefolgt von "Bright Summer", dem Soundtrack für gnadenlos heiße, sonnendurchflutete Sommerperioden, in denen der Asphalt schmilzt und die Wahrnehmung sich verändert. Die Stagnation der Gedanken steht im Mittelpunkt von "All The Lazy Thoughts" - hypnotisch und verzerrt. Nach dem klagenden "Nothing Is Good Enough", bäumt sich "Rising Heat" noch einmal auf: "As It Were The Last", siebeneinhalb Minuten Gitarren-Extase pur. "Rising Heat" ist eine instrumentale EP für besondere Momente. Sie bedient
Gefühle und Empfindungen, auf die man sich als Hörer einlassen muß, damit
sie ihre Wirkung entfaltet. Gelingt dies, kann man sich an schrägen, wilden,
leidenschaftlichen oder auch verbitterten Soundexperimenten erfreuen,
bei denen es nicht primär auf fehlerfreies Spiel ankommt. CD, Preis: € 3,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Unterbrochen von kurzen, kreischenden Zwischenspielen und rumpelnden
Geräuschkulissen ("Vibrating Airmate") fließen die Klänge monoton und
zunehmend verfremdet dahin ("Jelly Roll"), jegliches Zeitgefühl geht verloren.
Sitarähnlichen Klänge zwischen Ambient-Music und kosmischem Blubbern ("Dancing
Molecules") und schwebende Klangteppiche ("Perception") bilden die Ruhepole
dieses eigensinnigen Sound-Experiments. CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Bewusst entschied man sich für Homerecording-Aufnahmen. „Dies gewährte uns die Möglichkeit, in unserem Tempo und dem uns eigenen perfektionistischen Anspruch zu arbeiten“, so Felix. Das Ergebnis, „Tier aus Papier“, liegt nun vor und zelebriert die Langsamkeit, das Zurücklehnen und den Sinn für unscheinbare Momente, die auf dem Album konsequent, nah und persönlich beleuchtet werden. Die expressionistischen Texte erzählen von der Wahrnehmung der Umwelt, mal alleine, mal zu zweit, und manchmal auch von dem, was über diese Wahrnehmung hinaus geht („Phantome“). Sie erzeugen Empfindungen hinter der Fassade des Alltäglichen und fokussieren so ein Innenleben durch den Blick nach draußen. Musikalisch präsentieren sich „amrand“ rein akustisch. Im Mittelpunkt
stehen Gitarren, meist gezupft, die lediglich mal von einem sehr behutsamen
Schlagzeug, einem dezenten Streicher, Bläser oder Piano begleitet werden.
Fazit: „Tier aus Papier“ ist Musik in Slow Motion für ruhige Momente. CD, Preis: € 10,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Die Musik zündet nicht etwa durch große Melodien, brachiale Härte oder atemberaubendes Tempo, der Band gelingt es vor allem, reizvolle Wechsel von Dissonanz und Harmonie zu erzeugen und die Energie der Stücke herauszuarbeiten, anstatt sie durch sinnfreies Drauflos-Kloppen zu verschleudern. Intelligentes Zusammenspiel von Gitarren und Bass, ein exzellent bedientes Schlagzeug, rohe Gitarrenriffs, die auf flackernde Feedback-Gewitter treffen und insgesamt ein gutes Gespür dafür, was musikalisch funktioniert - hier punkten Bambi Dexter überzeugend. Auf den Heftigkeits-Faktor setzen allenfalls der roh und blutig daherkommende,
Mudhoney-ähnliche Kracher "Hesitate", oder die punkgeladene Tempoklatsche
"Three Months Later". Es sind jedoch Parade-Stücke wie "Detachment", "Sun
Is Up, Another Day" oder "Thank You God", die den besonderen Reiz von
"100k feedback" ausmachen und das musikalische Potential der Band andeuten
- also Jungs, bitte mehr davon! CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Bischler - Pause (2010) Gesanglich glänzt Bischler durch seine ungeheure Präsenz, egal, ob er die ganz leisen Töne bedient, die leidenschaftliche Rockröhre raushängen lässt, oder sein Markenzeichen, ein resignativ hingehauchtes „Ja“ pflegt. Und was er da singt, ist – Dankeschön! – endlich mal alles andere als die gängige emotionale Nabelschau. Neben allem Sinn für Witz, Ironie und Skurrilitäten („Das Lied vom armen
Reh“, „Individualisiertes Curriculum“) verfolgt Bischler ein durchaus
ernsthaftes Anliegen. Immer wieder spricht er den Hörer direkt an und
stößt ihn mit der Nase auf den Irrsinn unserer auf Tempo, Leistung und
Anpassung ausgerichteten Welt – und auf den Verlust, den wir fast gar
nicht mehr bemerken: „Die schönen kleinen Momente / die stecken im Detail
/ Man könnte sie verpassen / Gehn sie nicht daran vorbei“ – nee, lieber
mal Pause machen, am besten mit Bischler. CD, Preis: € 12,- Porto + Verpackung: € 1,60 |
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Candy Trip Down - Synopsis, Cast and Crew (2009) Von der Konkurrenz heben sie sich vor allem durch die bisweilen exzellenten Kompositionen ab: Hammerstücke wie "Now Soak Up The Breeze" und "Paralysed" muss man bitteschön erst mal nachmachen. Die klare und transparente Produktion setzt die druckvolle Gitarrenarbeit sehr gut in Szene, Sänger Daniel agiert absolut überzeugend, wobei eine gewisse stilistische Nähe zu James Hetfield nicht zu leugnen ist. Dass "Candy Trip Down" auch die verhaltenen Töne beherrschen, zeigen
sie auf Stücken wie "Retain" oder der Ballade "Down And Out". Zusätzliche
Pluspunkte: Die genreüblich vorwiegend düsteren, durchaus anspruchsvollen
Lyrics und das ansprechende Cover-Artwork. "Synopsis, Cast and Crew" macht
Appetit auf mehr. CD, Preis: € 8,- Porto + Verpackung: € 2,- |
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Ben Christopher - Ein Abend mit... (2005) Schon zu Beginn wird klar, daß von herkömmlichen Songstrukturen auf diesem Werk nicht die Rede sein kann: Chaos und Struktur gehen eine eigenwillige Verbindung ein. Die üblichen Trackbegrenzungen werden ad absurdum geführt – während der ersten drei Titel fräst sich im Grunde ein einziger Track in die Gehirnwindungen des Hörers. Seltsam zusammengestückelt wechseln Parts, auf denen hallflirrende Gitarren dominieren, sich mit Saxophonklängen ab, die den frühen Roxy Music entstammen könnten. Zwischendurch bekommen in Ehren gealterte Can-Verehrer leuchtende Augen und klingende Ohren. Immer wieder wird ein vorangegangenes Thema wieder aufgenommen und variiert. Das alles findet auf einem schrägen Velvet Underground-Soundteppich statt - und passt erstaunlicherweise auch noch gut zusammen. Die erste Hälfte von „Ein Abend mit Ben Christopher“ bleibt diesem Prinzip weitestgehend treu: „Am Himmel, in der Nacht, im Bett“ gleicht einem spacig-flatternden Besuch bei den Sternen, „Verschwendung von Raum und Zeit“ besticht durch einen knarzigen Offbeat, der unter dem Klang von Schellen und Rasseln in ein an- und abschwellendes Gewitter von verzerrten Gitarren und pfeifenden Rückkopplungen übergeht. Der Titel „Traum im Traum“ leitet die zweite (wenn man so will: musikalischere) Hälfte des Werks ein: Sphärisch und zeitlos fließt der Sound dahin, Brian Eno-Assoziationen regen sich - auch wenn Eno meines Wissens niemals eine Mundharmonika (!) unter schwebende Gitarren und irrlichternde Glöckchen gemischt hat. Der Track mündet schließlich in ein orchestrales Crescendo von Atonalität. Höhepunkt ist das 10-minütige Opus „Welch heller Strahl des Glücks“, das seinen Titel den eingespielten Textpassagen aus Fellinis „Achteinhalb“ verdankt. Auf einem Grundmuster von drei ansteigenden Akkorden spielt Ben Christopher gekonnt und leichthändig mit synthetischen Streichersätzen, erst gegen Ende übernehmen wieder, diesmal bruchlos und sanft übergehend, die Gitarren die Regie. Bemerkenswert auch der Titel „Harpiya“: Hier werden klassische, orientalische Melodiebögen spielende Bläser auf einem Orgel/Keyboard-Basement mit indischen Tabla-Rhythmen kombiniert. Entlassen wird der Hörer schließlich mit „Ein letztes Lied vom müde sein“, einen im Regen zerfließenden, langsamen Blues mit ausklingenden Streichern. Fazit: „Ein Abend mit Ben Christopher“ läßt sich nicht nebenbei
und nicht in jeder Stimmung konsumieren, der Sound erfordert Fallenlassen
und Zeitvergessenheit und ist somit im besten Sinne als psychedelisch
zu bezeichnen. Die Gitarrenarbeit des Erstlingswerks wirkte oft noch wie
auf einen etwas sterilen Sounduntergrund aufgesetzt – auf „Ein Abend mit
Ben Christopher“ ist dieses Manko einer weithin gelungenen Synthese der
verschiedenen Elemente gewichen. Ben Christopher hat eine stimmige, eigene
Klangsprache entwickelt, die gleichermaßen anstrengt und entspannt, nie
aber um überraschende und faszinierende Momente verlegen ist - Kunststück! CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Benjamin Christopher - Aus dem Chaos (2005) Los geht es mit dem Volldampf-Rocker "Losing Touch With Your Mind", ein gut platzierter Opener, der Lust auf mehr macht und die Drums cool in Szene setzt. Weiter geht es mit der Liebeserklärung "Under The Sun" und "Ich-Auflösung", der erzählenden Beschreibung eines Horror-Trips, begleitet von einem dezenten Beat und jammenden Gitarren - dieser Song trägt Velvet Underground im Herzen! Mit dem minimalistischen "Do You Feel The Earth Spinning 'Round?" beginnt eine neue Phase des Albums. Der Hörer wird in musikalische Sphären geführt, die wohl am Besten über Kopfhörer zu erfahren sind. Das avantgardistische "Tambura Vilambit" ist in Anlehnung an Benjamins mehrwöchige Indien-Reise vom Frühjahr 2004 entstanden, von der er eine Tambura mitbrachte - eine Art Mandoline, die ihre Ursprünge in Mazedonien und Bulgarien hat. Unterstützt von einer begleitenden E-Gitarre, spielt die Tambura tief-melancholische Klänge, die aus rohem LoFi-Sound bestehen und durch ihre Atmosphäre noch an Authenzität gewinnen. Benjamin Christopher transportiert seine Aussagen gerne ohne Worte, lediglich zwei Titel haben einen Text. Kurz wird der Hörer beim rockigen "Flashback" aus der Hypnose gerissen, um bei "Space Symphony" und "Hello Nothing" wieder auf Synthie-Teppichen davon zu fliegen, wie es auch Spiritualized gerne ermöglichen. Wer nicht wegschwebt, erlebt hier den langweiligsten Part des Albums,
bevor der Titelsong am Ende noch das gesamte Werk krönt: Das 16-minütige
Opus mit Streichern und Bläsern ist das eindeutige Highlight der Platte.
Hiermit ist dem angehenden Student der Kunstgeschichte ein respektables
Meisterwerk gelungen, das musikalisch mit Variationen und Weiterentwicklungen
spielt, so daß man dem Song fast wie einem Hörspiel folgen kann. Alle
Titel wurden digital auf einem Multimedia-PC eingespielt, gemixt und gemastert.
"Aus dem Chaos" ist ein schickes Erstlingswerk, aber mitunter keine leichte
Kost. CD, Preis: € 3,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Die neuen Songs sind atmosphärisch sehr stark, und insgesamt ist „Into The Woods“ (leider) weniger überdreht als sein Vorgänger, das Debüt „Deaf And Blind But With A Smile“ von 2007. Geblieben ist der Dope-typische Sound: kühl, verbittert, und gleichzeitig eindringlich und intensiv. Aber es wurden auch neue Wege beschritten: „Synapsis Connect“ startet als überzeugender, alternativer Countrysong, und entwickelt sich erst im Laufe des Stückes zu einer typischen Dope-Nummer. „Into The Woods“ ist ein reifes, kreatives und gut produziertes Indierock-Album.
Es kommt mit zehn Titeln und erscheint auf Red Can Records. CD, Preis: € 10,90 Porto + Verpackung: € 2,00 |
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Der Wechsel ist geglückt. Rudi Maier zeigt, wo bei The Dope der Hammer hängt und liefert mit "Deaf And Blind But With A Smile" eine vielseitige Indierock-Platte ab. Im Zentrum stehen Schlagzeug, Gitarre und Gesang, ein Bass hatte bei The Dope noch nie was verloren. Dass das Soundbild mitunter etwas dünn rüberkommt, ist spätestens jetzt ein Markenzeichen, denn die spärliche Instrumentierung täuscht nicht darüber hinweg, dass wir es hier mit ein paar herausragenden Songs zu tun haben. Einer von ihnen ist "Passion: Brain". Der Rocker war schon vorab als Demo bei LoFi-Lab zu haben, die Album-Version ist noch ein Stück knackiger und überzeugt immer noch auf ganzer Linie. Nach "Sweet Revenge" haben The Dope damit schon den zweiten Hit in Folge gelandet. Doch "Deaf And Blind But With A Smile" bietet mehr: "Miss Marvelous" besticht durch ein exzellentes Zusammenspiel von elektrischer und akustischer Gitarre, von gemäßigten Strophen und sich energisch aufbäumenden Zwischenparts. Das rein akustische "A Sigh" spielt so unbeschwert dahin, dass der Sommer noch mal aufblitzt, und auch "To Dig My Grave" macht sich diese sonnige Grundstimmung zu nutze und erinnert nicht nur soundtechnisch an Bettie Serveert. Im Kontrast dazu steht inhaltliche Resignation: "I do not see what I've got, 'cause I've got nothing more than my life and the lights in here to switch." Düster und dramaturgisch schön aufgebaut, kommt "The Bareness Of This Moment" daher, gipfelnd in Rudi Maiers markerweichendem Geschrei ("Please let me put you gloves on!"), das vermutlich nur noch von Billy Talent oder den Pixies übertroffen wird. Abgerundet wird "Deaf And Blind But With A Smile" durch eine sehr erfreuliche
Produktion mit klarem und kraftvollem Sound. Besonders die Gitarren klingen,
wie Gitarren bestenfalls klingen sollten. CD, Preis: € 10,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Als ein Hit erweist sich dabei gleich der Opener "Sweet Revenge", ein kleines LoFi-Feuerwerk aus perfekt arrangierten Gitarren, kraftvollem Schlagzeug und Rudi Meiers markanter Vokalarbeit. Amerikanischen Collegerock trägt "When Heroes Die" im Herzen, bevor das atmosphärische "Turn The Laws Out" ruhigere Töne anschlägt, die (bei mir) eine Mischung aus Placebo und Metallica-Ballade assoziieren - und überzeugen. "This Is Where You Find Gold" kommt mit elektronischen Beats und Synthesizer,
"Dinge die bis vor kurzem noch unvorstellbar gewesen wären", kommentiert
die Bandinfo. Das Experiment ist klar gelungen. Die Vollgas-Nummer "Utopia"
und "We Will Know It When We Are Dead" komplettieren die Tracklist der
6-Track/20-Minuten-EP. CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: € 1,45 |
Bränk Fleck - Letzter Sommer EP (2010) An den Aufnahmen waren erstmals auch Bränks Mentor Rou Lied und Ex-AMBER-Kollege
Little Blind Benjamin (ehemals Ben Christopher) gemeinsam maßgeblich beteiligt.
CD, Preis: € 3,50 Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Der Opener "Abend zu zweit" bietet einen typischen fleck'schen Ekeltext im lieblichen Gewand, hier wird der Alptraum eines jeden Mannes wahr. Von eher skurrilem als brachialem Witz lebt die Geschichte vom "Achselhaar", das - wie sollte es auch anders sein - natürlich abends in die Achselbar geht. "Carolyn", eine stampfende, Independent-geschwängerte Schepperrocknummer, zündet gleich beim ersten Anhören - vielleicht eines der hitverdächtigsten Stücke auf "Körperspiel". Zur akustischen Gitarre wird uns dann vom Einsiedlerkrebs erzählt, der die Tiefsee in der Nachbarschaft zu Stachelpolypen bewohnt - ein gewohnt schräger Fleck-Text, der den Hörer leicht irritiert zurücklässt. "Feuer im Anschlag" mutet dann zunächst wie eine wirklich gewordenen Szene aus einem Egoshooter an. Beginnt man jedoch, darüber nachzudenken, regt sich schon eine neue, unausgesprochene Bedeutungsebene. Mit "Gespenster" folgt eine schöne, klassische Bränk Fleck-Ballade mit den altbekannten Zutaten: Depression, Isolation, Hang zum Verfolgungswahn. Balladesk ist auch "Wie alles andere", diesmal aber mit ungewohnt poetischem, fast zartem Einschlag. Den übel zotigen, englischen Text zum flotten Funrocker "Rockshow" muss sich der Hörer selbst erschließen, zitatwürdig ist er jedenfalls kaum. Schließlich folgt noch die liebevolle Johnny Cash-Parodie "Follow Your Heart" und mit "Where Is Amber" ein Abgesang auf die langjährige Zusammenarbeit mit Ben Christopher beim Sideprojekt "Amber", bevor die Psychostudie "Draußen" von melancholischem Folk in ein rockig-atonales Finale kippt. "Körperspiel" demonstriert, dass Bränk Fleck die von Tocotronic beeinflusste
Phase seines Schaffens endgültig hinter sich gelassen hat - das Elegisch-Weinerliche
ist der Vielfalt gewichen. Es finden sich freilich immer wieder depressive
Nummern, die jedoch musikalisch an Reife, Stil und Bandbreite hinzu gewonnen
haben. Dass zudem der Spaßfaktor wieder stärker in den Vordergrund gerückt
ist, macht "Körperspiel" zu einem eigensinnigen und kurzweiligen Vergnügen.
Die "Special Edition" enthält zusätzlich eine Bonus-CD mit zehn Demos
aus den Jahren 2006 - 2008. CD, Preis: € 4,50 Porto + Verpackung: € 1,50 |
Bränk Fleck - Gespenster EP (2007) "Gespenster" beschwört das klassische Bränk Fleck-Thema schlechthin: Eine triste, fremde und unheimliche Welt, geprägt von Identitätsverlust und Depersonalisierung. Die depressive Grundhaltung ist ungebrochen - ein Entrinnen ist unmöglich, undurchsichtige Regeln machen das Individuum zum Spielball eines rätselhaften feindlichen Schicksals. Das Stück besticht durch seine unaufdringliche Moll-Stimmung, insbesondere der behutsam und stimmungsvoll mit Synthies und Hall unterlegte Chorus überzeugt. Die restlichen Stücke enstammen direkt oder indirekt dem Kosmos des gemeinsam mit Ben Christopher betriebenen Sideprojekts "Amber": Das melancholische "Verloren in Dir", ursprünglich auf der Amber-CD "Welcome to Diskordia" enthalten, wurde mit neuer Gesangsspur versehen, bleibt aber eigentümlich puristisch und nackt. Etwas "Butter bei die Fische" hätte hier nicht schaden können. "Why don't you help me" klingt deutlicher nach dem, was es ist: Eine von Ben Christopher für Amber geschriebene Nummer, von Bränk mit Text versehen. Rohe Gitarren, die im unvermeidlichen Velvet Underground-Ambiente in atonales Quietschen überleiten. Auch "Draußen" basiert auf gemeinsam mit Ben Christopher produzierte Aufnahmen und wurde hier vom Amber-Soundtüftler zum "Little Blind Benjamin Remix" gestreckt: Das Stück wirkt enspannt und harmonisch, ein schwebender Roxy Music-Synthie tut sein übriges, gegen Ende driftet der Track in eine dichte sphärische Soundlandschaft. "Es ist Glück", von Bränk mit Sentiment nur zur akustischen Gitarre vorgetragen, ist eigentlich ein für Ben Christopher geschriebenes Geburtstagslied, eine nette Ode an die Freundschaft, die den Abschluss der "Gespenster"-EP bildet. Insgesamt wirkt das Werk etwas richtungslos und pendelt unentschlossen
zwischen traurigen oder gar bedrückenden Balladen und eher soundorientierten
Basteleien im Amber-Stil. Die nächste reguläre Bränk Fleck-CD ist mal
wieder fällig... CD, Preis: € 3,50 Porto + Verpackung: € 1,50 |
Bränk Fleck - Schandfleck (2005) Der Opener von "Schandfleck", die Rou Lied-Nummer "Gitarrespielen", stammt aus dem Jahr 1998 und läßt sich zurecht als Bränks erster Smashhit bezeichnen. Diese Phase ist auf "Schandfleck" durch 5 Stücke vertreten, darunter gnadenlos zotige Knaller wie "Zu breit" und "Ich bin schwul". Bis dahin musikalisch abhängig von Fremdkompositionen, vollzieht sich anschließend der entscheidende Wandel: Bränk lernt Gitarrespielen und wendet sich ernsthafter der musikalischen Komponente zu. 2001 erschien das Album "Fleckma", hier überwiegt erstmals deutlich der Anteil an Eigenkompositionen. Und direkt setzt Bränk eigene bemerkenswerte Akzente: Mit Songs wie "Tut mir leid" und "Yo Voy" zeigt er unverkennbar, daß er den kindlichen Witznummern entwachsen ist und die Welt mit origineller und mitreißender Rockmusik zu begeistern weiß. 2003 veröffentlicht Bränk Demo-Aufnahmen, die sich über Jahre angesammelt haben (CD "Demo") und schließlich die genialische Nummer "Muskel" (auch auf "Schandfleck" enthalten). 2004 setzt er noch eins drauf: Mit dem Album "In den Räumen" gelingt ihm erstmals ein geschlossenes und reifes Werk, daß durch athmosphärische Gedichtvertonungen, klassische Bränk Fleck-Balladen und Country-Einflüsse besticht. Höhepunkte wie "Raketen" oder "Die Räume sind leer" sprechen überzeugend für sich selbst. Im Ganzen muß "Schandfleck" als äußert gelungene Zusammenstellung
betrachtet werden, die ausgewogen und angemessen Bränk Flecks musikalische
Entwicklung wiederspiegelt und dabei der Langeweile keine Chance läßt.
Wer LoFi-Sound der eigensinnig-ungewöhnlichen Art und Texte zwischen Absurdität
und Tiefgang schätzt, sollte zugreifen und sich diesen "Schandfleck" ins
heimische CD-Regal stellen. CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
Bränk Fleck - In den Räumen (2004) "Cowboy Jack", das zunächst nur als live eingespielte Demoversion vorlag, wurde für "In den Räumen" als reguläre Version aufgenommen und kommt mit leicht-flockigem Country-Feeling daher. Doch hier hat die Witzigkeit dann schon ihre Grenzen, denn die folgenden Stücke entstammen zumeist eher der angedüsterten Fraktion: "In den Räumen" verbreitet eine depressive Grundstimmung und besticht durch gewohnt raffinierte Textzeilen wie "Gleich hinter meinem Telefon steht die Feuerwehr...". Kurze instrumentale Intermezzi wie "Furcht" und "Wie es geht" leisten wiederum der Düsternis Vorschub; "Spiegelbilder" handelt in Form einer klassischen Bränk Fleck-Ballade philosophische Grundfragen ab. Höhepunkte des Albums sind neben "Muskel" sicherlich die Tracks "Raketen" und "Selmas Nacht". Mit "Raketen" ist Bränk ein stimmungsvolles, mit lockerem Latino-Rhythmus unterlegtes Meisterwerk gelungen. Beim gleichermaßen exzellenten "Selmas Nacht" erweist es sich als Glücksfall, daß die ursprünglich für den Chorus vorgesehene Slide-Gitarre durch eine satte Hammond-Orgel ersetzt wurde. "In den Räumen" schließt mit "Sentimental Lovesong", einer steppentrockenen
Westernballade im Stile der von Bränk verehrten New Country Band "Court
& Spark" und schlussendlich mit dem bedrohlichen Synthie-Outro "Verfall".
Fazit: Insgesamt wirkt "In den Räumen" reifer und geschlossener als "Fleckma",
allenfalls mit den synthetischen Instrumentals hätte man vielleicht etwas
sparsamer umgehen können. CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
Bränk Fleck - Muskel (2003) CD, Preis: € 2,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
Bränk Fleck - Fleckma (2001) CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Den Anfang macht „No Double Left“ , eine Midtempo-Nummer, die mit ihren Outer-Space-Synthies so klingt, als hätten die Two Pale Boys ihre Finger im Spiel. Wesentlich eindringlicher ist „The Dwarfs“, das mit hohem Spannungsniveau arbeitet und zudem noch einen unverschämt guten Drive hat. Verspielt und mit einem Hauch von Jahrmarkt-Flair präsentiert sich das schicke „Licorice“. Achtung: Hier besteht akute Ohrwurm-Gefahr! „Winter, Not Leaving Today“ begeistert mit seiner Hookline, und „Distofox“ (kein Tippfehler!) führt uns zurück zum Elektropop der 80er Jahre: Ein kühler, durchgekloppter Beat bestimmt das Stück. So hätten möglicherweise Franz Ferdinand vor 20 Jahren geklungen. „Onwards“ komplettiert die Tracklist der in sich stimmigen „Loop Recycler EP“. Die Umsetzung der poppigen und melodischen Elemente, wie auch des Gesangs, erinnert hier und dort an den LoFi-Kollegen von The Scavengers, wenngleich der Sound von Great Dynamo deutlich elektronischer geprägt ist. Die „Loop Recycler EP“ ist ein interessantes Experiment, das sich nicht nur für „Licorice“ lohnt. MP3 (digital), Preis: €
3,49 >>> bestellen ("Buy Things" anklicken!) Mini-CD, Preis: € 5,95 >>> bestellen ("Great Dynamo" ins Suchfeld eintragen!) |
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LP, Preis: € 9,99 Porto + Verpackung: € 3,99 |
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Thematisch kreiert Paul Henning vorzüglich melancholische Momente, Situationen oder Gedanken. „Im Großen und Ganzen handeln wohl die meisten Songs auf der EP von einer Situation im Leben, von der an alles egal ist, oder nur noch besser werden kann.“ So erzählt die Ballade „Wenn du lachst“ von den Scherben einer Beziehung, während bei „Köpfe gegen Wände“ schon die ganze Welt in Scherben liegt. Wer jetzt an selbstmitleidigen Depri-Kram denkt, liegt weit daneben, denn Henning schafft es, jeder ausweglos scheinenden Situation ein Paket Hoffnung vor die Tür zu legen. So ist auch der Titel „Lying On The Bathroom Floor“ zu verstehen: „Von dem Moment an wo man dort am Boden liegt, kann es eigentlich nur noch besser, beziehungsweise nicht viel Schlimmer werden, weshalb solche Momente auch schon wieder etwas positives inne haben.“ CD, Preis: € 2,50 Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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CD, Preis: € 2,- Porto + Verpackung: tba |
Komakino Volkskunst Twins - Automatic For The Lovers (2007) Die Grundstimmung ist düster, der Gesang meist anklagend im Hintergrund hallend, und die Drums klopfen konsequent das immer gleiche Muster. Die Gitarren sind angenehm verspielt, die Elektronik auf den Punkt platziert, und alles ist etwas reduziert. Mit diesen Merkmalen überzeugen sämtliche vier Titel, Ausfälle gibt es auf der "Automatic For The Lovers"-EP nicht. Daher empfehle ich auch uneingeschränkt die Limited Edition mit Bonustrack und erweitertem Booklet. Diese Version ist auf 29 Exemplare begrenzt. CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Eines wird schnell deutlich: Diese Wege begeistern! Wir haben es hier durch die Bank mit Profil-starkem, mal kraftvollem, mal entspannt arrangiertem Indierock zu tun, der die eigene Gegenwart beleuchtet und reflektiert. Es geht mal nicht um die Leiden dieser Welt, sondern um die unmittelbaren, nahen Empfindungen. Der Alltag wird fasziniert zerpflückt und nicht als selbstverständlich betrachtet. „Ich weiß noch nicht wann, und ich weiß noch nicht wohin. Doch es geht weiter...“, verkündet Martin Konvicka nicht als Floskel, sondern als Erkenntnis. Das Tocotronic-affine „Zeichen“ ist nicht nur Signal für die Notwendigkeit des Aufbruchs, es ist, mit seinem kraftvollen Sound und dem großartigen, spacigen Gitarren-Arrangement, auch das Highlight auf „Weiter“. „Ein gutes Ende“ träumt vom Ziel des Weges, dem Ideal die richtigen Entscheidungen zu treffen und Fehler zu vermeiden. An dieser Stelle lässt Martin Konvicka uns nicht im Regen stehen, denn dem Ende folgt „Ein neuer Anfang“. So gesehen durchläuft „Weiter“ zwei Zyklen, denn wir befinden uns erst in der Mitte der Platte. Doch ganz so durchkonzipiert ist „Weiter“ nun auch nicht. Die Instrumentierung ist im Kern klassisch, wird aber ergänzt durch eine Handvoll Gastmusiker, die mit Trompete, Geige, Chello und Akkordeon Akzente setzen. Konvicka selbst spielt, neben Bass und Gitarre, auch Klavier, Synthesizer und Glockenspiel. Der Sound ist bodenständig, klar und räumlich zugleich. Auf „Weiter“ wurde auf breiter Front ganze Arbeit geleistet, der man anhört, dass es sich nicht um eine Wohnzimmer-Produktion handelt. Aufgenommen wurde dennoch in Konvickas Heimatstadt Wien. „Weiter“ ist definitiv ein Album zum verweilen. CD, Preis: Porto + Verpackung: € 4,20 (€ 1,75 innerhalb Österreichs) |
Rou Lied - Die Wahrheit über Rou Lied (1998 - 2003) CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
Rou Lied feat. Bränk Fleck - Die S.I.F.F. Radio Show (1999) CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
Rou Lied - Sekundenschlaf (1999) CD, Preis: € 2,50 Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Die einstmals schwerverdauliche Mixtur von wilden bis chaotischen Lärmorgien und schwerelosen Ambient-Stücken ist sehr ausgewogenen Stimmungsbildern gewichen. Die Herangehensweise ist nach wie vor experimentell, hat jedoch deutlich an Hörerfreundlichkeit gewonnen. Auf etlichen Tracks dominieren akustische Gitarrenklänge; zumeist führt ein einfaches Blues- oder Rockthema zu letztlich überraschenden Ergebnissen. Klangtechnisch ist „Visions Of Vacuity“ ausgezeichnet, ohne den LoFi-Appeal einzubüßen, die Arrangements zeugen von akribischer Kleinarbeit. Die größte Überraschung ist vielleicht, dass Little Blind Benjamin sich erstmals der Sangeskunst zuwendet – und auch hier ohne Abstriche überzeugt. Zu den Stücken: Im Opener „Night By Night Good Night“ scheint es eine Gruppe tibetanischer Mönche ins Mississippi-Delta verschlagen zu haben, während „Thank God I Don’t Care“ mit seinen echo-irrlichternden Stimmen tief im Fundus der 60er Jahre wühlt. Die psychedelische Grundstimmung ist auf „Visions Of Vacuity“ Programm: Echo, Hall, Glöckchen und Schellen allerorten - beispielsweise auf „Oh Sweet Confusion“, das zunächst zwischen Velvet Underground und den Beatles zu pendeln scheint und schließlich mit traumhaften Streichern ausklingt. „Fucked Up Glory“ klingt hingegen eher wie Donovan auf Acid und kann doch eine Nähe zum Brit-Pop nicht ganz verhehlen. „I Guess I’ll Never Wake Up“ kommt mit trägem Wellenschlag und schwebenden Chorstimmen schließlich gänzlich wie eine Traumsequenz daher. Unter den Instrumentals ragen insbesondere „Great Fool Dead“ mit einem wiederum ausgefeilten Streicherarrangement und das zauberhaft verspielte „Yügen“ hervor. Zur härteren Gangart zählen Nummern wie „Railroad Earth“, ein über 10-minütiges Rock-Opus oder „We Two Ours One“- dreckige, wuchtige Gitarren, obendrauf eine fiepsige Orgel: Fertig ist der packende Indie-Knaller á la „Brian Jonestown Massacre“. Im Direktvergleich zu früheren Arbeiten überzeugt „Vision Of Vacuity“
zunächst einmal durch das organische Soundbild: Der Einsatz vieler „echter“
Instrumente, Gesang und reichlich Percussion macht das Album zu einem
sehr lebendigen und authentischen Hörerlebnis - Fälle wie „Perfective
Stimulus Filtering“, in denen virtuelle Klänge einen allzu schematischen
und künstlichen Eindruck hinterlassen, bleiben die Ausnahme. Zudem wartet
Little Blind Benjamin diesmal mit starken Kompositionen auf, die oftmals
ausgeprägte Ohrwurmqualität haben. Alles in allem ist hier ein spannendes,
bisweilen überragendes Werk mit vielen Höhepunkten gelungen. CD, Preis: nach Belieben Porto + Verpackung: entfällt |
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Vinyl/CD, Preis: € 3,50 Porto + Verpackung: € 2,50 |
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Die Musik entwickelt sich quasi evolutionär über Variationen und Modulationen eines Grundthemas, betritt aber immer wieder neue Räume: So mündet etwa auf „Mäuler“ ein genialisch-schräger, über nervösen Untergrund hastender Gitarrenlauf in ein beinahe lyrisches Klanggeflecht. Durch die verschiedenen, sich teilweise kontrastierenden Parts entsteht der Eindruck von epischer Breite: Die Tracks erzählen Geschichten und kommen dabei gänzlich ohne Worte aus. Dass Albers Tortoise und Can als wichtige Einflüsse nennt, passt ins Bild; bisweilen kann man sich aber auch an King Crimson, Be Bop Deluxe oder gar Helmet erinnert fühlen. Aufnahmetechnisch ist „Multilumpaband“ keineswegs perfekt, sondern kommt
in bester LoFi-Manier etwas rumpelig daher. Das tut dem hervorragenden
Gesamteindruck allerdings keinen Abbruch, denn die Stücke sind durch die
Bank clever gebaut und eröffnen ein eigenes kleines Universum an Klangfarben
und Stimmungen. CD, Preis: € 2,- Porto + Verpackung: tba |
Jo Nathan - Somebody Loves You (2005) Bisweilen wird das zur Eintönigkeit neigende Farbgefühl "Grau" aufgelockert ("It's Gone But It's OK"), es gibt wunderschöne Instrumentals ("Try"), kurze Intermezzi mit spärlichen Effekten und ab und an eine verzerrte Gitarre ("Dark", "My Funeral Speech"). Wo mehrere Gitarren zusammenwirken wird der typische raffinierte nullacht99-Sound hörbar, insgesamt ist das Solowerk von Jo Nathan aber stimmungsmäßig noch eine Spur trostloser. Auf dem Label findet sich der Hinweis: "Please listen to it in the right
mood" - dies vorausgesetzt kann "Somebody Loves You" den geneigten Hörer
weit hinaus tragen. CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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Hinzu kommen neue Stücke aus 2006, aber auch fünf ältere Songs (2003), die offenbaren, daß die ganze Nexo-Familie äußerst musikalisch ist: Da stehen die Nexo-Brüder an Gitarre und Bass, Vater und Mutter Nexo bearbeiten das Schlagwerk, Nino singt. Das Ganze klingt ein wenig nach Hamburger Schule, zumindest aber nach Indierock und ist mitunter sogar recht gut ("Ganz im Vertraun"). Es geht noch weiter: Zu guter Letzt hat Nino auf die CD fünf Remixe,
bzw. Alternativ-Versionen seiner Hits draufgepackt ("Das ist geplatzt",
"Der Hase ist flink", "Ich muß grad an was ganz bestimmtes denken", u.a.).
Damit gibt es Nexos gesammelte Werke jetzt für'n schlappen Fünfer! CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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"lone Star", die einzige Nummer, die man unter upper-midtempo einordnen
könnte, könnte auch eine kleine Independent-Hitsingle abgeben und weist
auf das enorme musikalische Potential der Band. "RMX" und "second hand
smoke" führen in stille, farblose Weiten - Musik, die sich auf's Verstummen
zubewegt. Insgesamt ein in sich geschlossenes und stimmungsvolles Werk,
der ideale Soundtrack für nebelige Herbsttage und einsame Nächte. CD, Preis: € 6,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
nullacht99 - happy daze (2001) CD, Preis: € 6,- Porto + Verpackung: € 1,50 |
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CD, Preis: € 4,-
Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
The Scavengers - Life's Too Short For Rock'n'Roll (2003) Neben aktuellen Kompositionen, greift Frank diesmal auch auf Songs aus der Anfangsphase der Band zurück, die nun nach rund 13 Jahren erstmals das Licht der Welt erblicken. Darunter auch das, unter Hochspannung stehende "Go! Stop! Go! Stop!", welches zweifellos zu den Highlights der Platte gehört. Aber auch Titel, wie das balladeske "Then I Kissed Her", "Stars" oder der Opener "Wheels Turning", lassen keine Wünsche offen. Weiterhin stammen unüberhörbare Einflüsse unter anderem von Wire, Adam Ant oder den Teens. "Life's Too Short for Rock'n'Roll" ist wesentlich runder und ausgereifter
als sein Vorgänger. Dennoch knüpft das aktuelle Werk dort an, wo "Paradise"
endet und unterstreicht mit satten, coolen Gitarren, kraftvollen Drums
und seinen charismatischen Vocals den typischen Scavengers-Sound. Hinzu
kommt eine verblüffend glasklare Produktion, die mühelos sämtliche Grenzen
zwischen Homerecording und Studio-Aufnahme verfließen läßt. Wo "Paradise"
noch vereinzelt Defizite aufweist, setzt "Life's Too Short..." auf breiter
Ebene neue Maßstäbe! LoFi-Lab rät: Schnell anhören, bevor es zu spät ist! CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: € 1,45 |
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CD, Preis: tba Porto + Verpackung: tba |
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Einen Schritt weiter geht „Die Stadt (und ich)“, oder: die Stadt am Tage. Die Reize werden zur Reizüberflutung, man wird überrollt von der Hektik des Großstadt-Wahnsinns. Musikalisch erinnern Superbeta hier, passend zum Thema, an das hyperaktive Songwriting der Goldenen Zitronen. Ansonsten ist dem Trio aus Berlin eher der Einfluss von Blumfeld und Kante zu deren Anfangszeiten anzuhören. „Die Stadt“ kommt mit fünf Titeln, die nicht nur durch ihr solides Songwriting
im Stile moderner deutscher Rockmusik überzeugen, sondern gleichermaßen
auch durch die intelligenten, poetischen Lyrics aus der Feder von Michael
Enslein. CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Zunächst fällt jedoch das aufwändige Artwork des Papp-Covers ins Auge: Öffnet man „Stay Stay“, klappt sich eine räumliche Bahnhof-/Abschieds-Szenerie auf: 3D einmal ohne lästige Brille. Das Bahnhof-Thema dient dann auch dem liebevoll gestalteten Booklet als roter Faden. Doch sind Tensalomi denn nun ihrem erklärten Ziel, dem „perfekten Popsong“, näher gekommen? Auf die Antwort muss nicht lange gewartet werden, denn die gibt schon der Opener „Roll Roll / Stay Stay“ – und das gleich wie eine kräftige Ohrfeige: Man kann eigentlich nur den Kopf schütteln, die eigene Gänsehaut registrieren und murmeln: „Das ist perfekt!“ – eine hitverdächtige Komposition, mit perlenden Gitarren und harmonischem Background-Gesang wunderbar luftig arrangiert. Ok, nochmal hören... Es hat sich unüberhörbar ausgezahlt, dass Tensalomi für die Aufnahmen zu „Stay Stay“ wieder auf einen Pool befreundeter Musiker zurück greifen konnten. Gerade die vielseitige Instrumentierung verpasst den ohnehin schon vorzüglichen Stücken oft den letzten Schliff. So sorgt das Akkordeon auf „Will Sampson“ für einen sachten melancholischen Anflug, während „Comfort With A Smile“ erst durch die dezente Hammond-Orgel den richtigen Schmelz erhält. Derlei behutsam gesetzte Akzente ziehen sich durch das gesamte Album: Mal wagt sich ein Klavier hervor, dann ein Cello oder ein Kontrabass. Bleibenden Eindruck hinterlässt auch Gastsängerin Irene Strasser – ob
im Duett mit Bernhard Riegler oder solo („Rereplaced“). Ohne diese Stimme
würde „Stay Stay“ etwas fehlen, doch glücklicherweise fehlt hier eben
rein gar nichts – auch wenn das Album natürlich nicht durchgängig perfekt
ist. An perfekten Momenten herrscht jedoch kein Mangel. CD, Preis: € 12,- Porto + Verpackung: auf Anfrage |
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Sollte man es dann geschafft haben, die CD unbeschadet aus ihrer Halterung zu bekommen - was wahrlich nicht ganz einfach ist -, geht der Spaß erst richtig los: Der selbstbetitelte Nachfolger von "Your Ultimate" (2004) besticht durch runde, flockige Folk-Popsongs, die nur darauf warten, den jungen Frühling zu untermalen. Das entspannte "Andy" kommt mit feinem Ohrwurm-Refrain in bester Belle
& Sebastian-Manier und zuckersüß begleitet von Julia Zohmanns B-Vocals,
die glücklicherweise auch auf "Replaced" zu hören sind, einer amerikanisch
geprägten Summer-Sunny-Popnummer mit Solo von Martin Gal auf der Hammond-Orgel.
Unscheinbarar kommt das finale "So Good To Be Desired" daher, das nur
langsam seine Wirkung entfacht, dann aber mit dosiertem Gitarrenpop überzeugt. CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Das Ergebnis ist ein akustisch geprägtes Pop-Album mit meist luftigen Gitarren und relaxten Percussions. Die Ausnahme bildet hier das düstere "Final Masterplan". Im Mittelpunkt von Tensalomi steht Songwriter, Gitarrist und Sänger Bernard Riegler, der zusammen mit Werner Jirosch (Gitarre) die Kernbesetzung der Band bildet. "Zur Zeit der Albumaufnahme bestand die Besetzung aus Julia Zohmann, Irene Strasser und Benedikt Strasser. Sie unterstützten uns dabei mit Bass, Cello, diversen Percussions, Glockenspiel und noch einigen mehr akustischen Überraschungen.", so Riegler. "Die Aufnahmen zu 'Your Ultimate' entstanden im August 2004 in einem abgelegenen Dorf in den Bergen Tirols. Dort wurde während zwei Wochen an dem Grundgerüst zu den sieben auf dem Album vorhandenen Songs gearbeitet." Gitarren und "rhythmische Finessen" wurden dann zu Hause in Wien aufgenommen, um anschließend für die Gesangsaufnahmen ein weiteres Wochenende in den verschneiten Bergen Oberösterreichs zu verbringen. Dabei wurde Bernhard auch von Irene Strasser und Julia Zohmann als Duett-Partnerinnen unterstützt. Tensalomi legen mit "Your Ultimate" ein gelungenes Folk-Pop-Album mit
Liebe zum Detail vor. Die CD kommt in professioneller Ausstattung mit
Falt-Booklet und Songtexten. CD, Preis: € 7,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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Wer den Werdegang dieses Daniel Düsentrieb des Gitarrenpop verfolgt hat, weiß, dass der Wahnsinn Methode hat: Ausgehend von einer einfachen, aber immer schrägen Grundidee kombiniert Tjian scheinbar unpassende Elemente, mixt diverse Stile wild durcheinander und kocht aus dieser musikalischen Ursuppe ein erstaunlich bekömmliches LoFi-Gericht. "Sleeping Bag (The Cinimini Song)" startet mit billigem Elektrogedudel und wächst sich unter zweistimmigem Gesang, viel Geblubber und Gescratche schließlich zu einem hoppelnden Anti-Reggae aus. Fröhlicher und liebenswerter als auf "I Hate You" wurde indes wohl noch nie gehasst. Die schmissige Indie-Pop-Nummer "Never Take The Drugs Your Mom Gives You" weckt hingegen den Verdacht, dass hier jemand diesen gut gemeinten Rat nicht beachtet hat - das Ganze klingt wie Pavement im Hustensaft-Rausch. "Schlacksy!!!" ist nicht mehr so Rhythmus-orientiert wie der gleichermaßen
exzellente Vorgänger "People Who Look Good...Sometimes", hat aber mit
"Robot Dolls" und "Open Mic Night" wieder Nummern im Programm, bei denen
schon die Drum-Spur alleine mitreißt. Dazu noch dieser unnachahmliche,
sehr bestimmt alle Melodieseligkeit meidende Gesang, eine gehörige Portion
Gefiepe und Gesummse: Fertig ist das ideale Muttertagsgeschenk für alle
durchgeknallten Muttis. CD, Preis: € 7,- Porto + Verpackung: € 1,45 |
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Das Tjian-Universum wabert nach wie vor in kreativem Chaos, eiert mehr als es kreist und stößt den Hörer immer wieder auf die eine entscheidende Frage: Was zum Himmel ist das?! Der Spassfaktor hat im Vergleich zu früheren Stücken nochmals zugelegt, verstärkt kommen jetzt Samples und allerlei elektronische Spielereien zu haarsträubendem Einsatz. Das rhythmische Fundament ist ausgefeilter - und holpert dabei noch eine Spur eigenwilliger daher. Tjian schlingert irgendwo zwischen Gitarrenpop, experimenteller Schräglage und Kinderlied durch die acht Songs des neuen Albums, scheut sich nicht, unvermittelt von Rap zu minimalistischem Sambagedudel überzugehen ("Cowboy Convention") und liefert nebenbei auch wieder in Gimmicksounds gekleidete eingängige Songperlen ("How They Killed Art") ab. Titel wie "We Could Grill A Snowman" vermitteln einen Eindruck davon, wohin das Ganze textlich geht... Es bleibt festzuhalten: In unseren Breiten gibt es nichts mit Tjian Vergleichbares.
"People Who Look Good…Sometimes" ist ein kurzes aber äußerst vergnügliches
Unterfangen, geeignet zum Schunkeln, Zappeln und Sich-Wundern. Wiederum
also Höchstnoten für Originalität, Kreativität und Witz. CD, Preis: € 7,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |
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"Flamingo Tragedy" erzählt von allzu bunten Musiklehrerinnen und begeistert durch den unwiderstehlich hoppelnden Refrain. In "Menkind Will Die" kommentiert Tjian männerfeindliche Lesbenflyer und kreuzt klassischen Beat mit jazzigen Pianoklängen. Nach einem netten, aber unspektakulären Instrumental (The Antz In My Underpants) folgt schon der nächste Höhepunkt: Im wunderbar schrammeligen "Hemp Perfume" macht sich Tjian über den erstaunlichen Esoterikmüll in manchen Köpfen lustig: "The Scientologist there with his smiling cheese loves you and your tofu dog"... Aber es geht noch bekloppter, schließlich gibt es noch die entspannt-soulige
Ballade vom heimtückischen Mord an einem Gartenzwerg, die Max Mutzke niemals
singen wird (The Dwarf In My Garden), einen äußerst merkwürdigen, von
Banjoeinlagen und lyrischen Passagen zerrissenen Rap (Monkey Cop) und,
bevor die EP mit einem ruhig-schwebenden Barblues ausklingt (My Mannequin),
noch ein kleines fetziges Kabinettstückchen (A World For Psychologists).
Fazit: "Fantasy Joys" ist vollgestopft mit kreativen Einfällen, reizvoller
Musik - und macht wirklich Spaß. CD, Preis: € 5,- Porto + Verpackung: € 1,90 |
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Neben den Eigenkompositionen finden sich auf "Telling Stories From The Diner" auch drei brillante Coversongs: "Suitcaseman" (Daantje & The Golden Handwerk), "This Has Blown Up" (Nino Nexo) und "Jesus And The Butterbread Prince" (Olstar). Unter'm Strich hat Youth Agent uns ein stattliches LoFi-Paket geschnürt, das herausragt und rockt, wie es rocken muß! Meistens kommen Youth-Agent-Songs mit Gitarren und Schlagzeug aus. Erfreulich ist dabei, daß Charis die Drums nicht etwa programmiert, sondern höchstselbst per Drumkit einspielt. Auch über die Zeit nach "Telling Stories From The Diner" hat Charis sich
schon Gedanken gemacht: "Danach mach ich vielleicht 'ne 'Youth Agent -
Playing Classic Rock'n'Roll and Surfmusic - The LoFi Way!'." Wir sind
gespannt! CD, Preis: € 4,- Porto + Verpackung: im CD-Preis enthalten |