Hi Freaks,

an dieser Stelle schreiben wir über aktuelle Ärgernisse, Undinge und Trash verschiedener Art. Und wir wollen auch eure Meinung hören! Was regt euch auf, was geht gar nicht?

Schickt euren Text an info@lofi-lab.de, Betreff: Schund. Alle konstruktiven Beiträge werden hier veröffentlicht.


Ein Name, ein Mann, eine Hackfresse

Wer kennt ihn nicht?! Michael Wendler - ein Name, ein Mann, eine Hackfresse. Tausende dummer, fetter Bratzen liegen ihm zu Füßen. Seine unzähligen Hits sind fester Betandteil einer jeden abgewrackten Dorfdisko oder Après Ski-Party geworden. Seinen großen Durchbruch schaffte der Wendler mit "Sie liebt den DJ". Weitere Erfolge wie "Sie liebt den DJ" oder "Sie liebt den DJ" folgten. Manche Titel heißen auch anders, aber das ist eigentlich egal, denn jeder Wendler-Song hört sich sowieso an wie alle anderen. Seine Fans stört das nicht, denn die sind so debil, dass sie das gar nicht merken. Hört sich komisch an, ist aber so! Und den Wendler stört es auch nicht, so lange seine Hirnzelle damit beschäftigt ist, sein Hemd aufzuknöpfen. - Na, bist du jetzt neugierig geworden? Dann schnell auf zum nächsten Wendler-Konzert mit unzähligen Hits wie "Sie liebt den DJ" oder "Sie liebt den DJ"!
bränk, März 2009


Entertainment frisst Kunst

Es ist Michael Hirte ja nun wirklich zu gönnen, dass er nicht mehr vor der ARGE knien muss. Und ja, der Mann kann Mundharmonika spielen. Aber seit wann ist man denn bitte schön ein "Supertalent", wenn man Mundharmonika spielen kann? Ein gut gesungenes "Ave Maria" ist ja wohl um Längen besser als dieses zittrige Gequäke. Der Mann gibt jetzt sogar Konzerte! Es ist ein Paradebeispiel für gefühlsgesteuerte Dynamiken in der Gesellschaft. Wer hört sich denn in einem Jahr noch das Geleier ernsthaft an? Die Kunst ist wieder mal zum Pseudo-Mittelpunkt verkommen, eingelullt von billig produzierter und absatzstarker Gefühlsduselei. Vielen Dank, RTL!
bränk, Januar 2009


Doof wie zwei

Ich wollte erst würgen und schweigen. Man kann doch keines der wenigen deutschen Rock-Urgesteine in diese Rubrik stellen, dachte ich. Und immer wieder nölt mich dieses Geleier in der Fernsehwerbung an: erst die Single, dann das Album, dann die nächste Single, die Limited Edition - es ist nicht auszuhalten! Dabei ist der gute Udo längst eine Parodie seiner selbst. Mal wieder ganz ohne Panik, dafür mit einfältigem Soft-Rock, entsprechender Attitüde und bodenlos schlechten Texten. Eigentlich kein Wunder, dass sich sowas auch noch gut verkauft. Aber eines ist mal sicher: ernst nehmen kann man das ja wohl nicht!
bränk, November 2008


Liebe und Schmerz

Jaaaa! Jeanette Biedermann ist wieder da - zumindest für den Moment. Jedoch verschont uns Frau Biedermann mit einer neuen Platte, sondern kehrt wieder zu ihren Wurzeln zurück und spielt die Hauptrolle in einer Telenovela. Die Telenovela - jenes schmalzige Trash-Format um Liebe und Schmerz - erlebt im Moment nur leider nicht ihre besten Tage. So schaut uns Jeanette mit ihren treuen Reh-Äuglein und ihrem schüchternen Lächeln von jeder zweiten Bushaltestelle aus an, "das schüchternste Mädchen der Welt" (Werbeslogan), und niemand will es sehen. Die Einschaltquoten sind im Keller und die Krise bei SAT.1 ist perfekt. Gibt es doch einen Gott? Naja, das vermutlich nicht. Hoffen wir einfach, dass Jeanette nicht aus Frust wieder ein Album aufnimmt, wenn "Anna und die Liebe" erst einmal im Sender-Archiv landet.
bränk, September 2008


R.I.P. Bushido

O je, das macht uns jetzt aber schon betroffen: Der Bushido ist eigentlich total sensibel und so. Jetzt hat er gesagt, dass er vielleicht bald keine Musik mehr macht, weil er schon alles gesagt hat. Da ist er konsequent! Andere Künstler bringen einfach schlechtere, uninspiriertere Alben auf den Markt. Bei Bushido geht das aber nicht. Da hilft nur Schluss machen. Find ich gut, dass der Bushido da so reflektiert ist! Schließlich hat er alle relevanten Rap-Themen, für die andere Rapper ein Künstlerleben lang brauchen, schon in wenigen Jahren abgearbeitet: Mutter ficken, Rapper abknallen (oder in die Fresse hauen) und stolz aufs Ghetto sein. Jetzt müssen sich seine Kollegen umso mehr anstrengen, um mir meine tägliche Portion Brechreiz in die Kehle zu treiben, wenn wieder mal deren Songs aus den Handys von bemitleidenswerten Halbstarken krächtzt...
bränk, Mai 2008


Kuschel, kuschel...

Was ist das denn?! Ich gönne ja jedem kleinen Mädchen seine pubertäre Geschmacksverirrung. Aber so viele kleine Mädchen kann es hierzulande gar nicht geben, dass dieses unsägliche Jamba-Vieh namens "Schnuffel" von ihnen auf den ersten Platz der deutschen Verkaufscharts katapultiert werden konnte. Wenn also nicht die Diddl-Connection, wer dann? Aber wahrscheinlich war in vielen CD-Regalen noch ein Platz neben "Last Christmas" frei...

Ungeklärt ist derweil auch die Logik des "Kuschel-Songs". Da heißt es hochlyrisch: "Kuschel, kuschel, kuschel, kuschel / Bist mein kleiner, süßer Schnuffel". Der Hase hat zwar 'ne Möhre im Schoß liegen, besingt sich offenbar aber selbst - oder wie seht ihr das? Ich weiß, Logik ist hier nicht angebracht. Bleibt nur zu hoffen, dass ein pfiffiger Programmierer die Idee der Mohrhuhn-Jagd noch mal aufgreift. Dann macht vielleicht sogar der schlecht animierte, narzisstische Hase mal Spaß.
bränk, März 2008


Bata, wir lieben dich!

Er kam, sang und siegte (zumindest beinahe). Die Schlager-Legende Bata Illic, sie lebt noch - irgendwie. Zwei Wochen lang konnten wir erleben, wie Bata den Widrigkeiten des Dschungels trotzte. Unvergessen, wie er sämtliche Höhlenbewohner in den Schlaf sang. Seine Ansprache als Teamchef zeugte von diplomatischer Weisheit ("Wir machen einfach weiter, so wie wir bis jetzt gemacht haben!"), aber seine Verhandlungen mit den Schlangen, dürften in die Geschichtsbücher eingehen: "Ich liebe euch alle, wirklich! Ich bin nur ein Sänger, das ist alles. Und ich singe keine schlechten Lieder." Gerne erinnern wir uns auch an den Slapstick-Bata, wie er einfach nur Klopapier holte.

Sicher hat er noch Schlamm in den Schuhen, aber schon bald wird er wieder auf den Showbühnen dieser Welt stehen (zunächst am 14.6. im Hotel Kaiseralm in Bischofsgrün) und neben seinen Klassikern auch den letztjährigen Smashhit "Wie ein Liebeslied" darbieten. Eike Immel hat sich sein Exemplar schon signieren lassen.
Ja, ich vermisse Bata und fordere "Bata - die Reality-Show"! Was Ozzy kann, kann Bata nämlich schon lange...
bränk, Januar 2008


Same procedure as every year

Na, auch mal wieder "Last Christmas" gekauft? Alljährlich wiederholt sich das Phänomen, dass diese Wham-Schmiere in den deutschen Verkaufscharts erscheint. Inzwischen ist das Teil 24 Jahre alt, und gut war es noch nie. Wer kauft das bloß ständig? Steht der Song jetzt in den Kinderzimmern neben Bushido und Tokio Hotel? Oder wollen Mami und Papi ihrer Jugenderinnerung fröhnen? Selbst das wäre keine Entschuldigung für diesen musikalischen Dung. Vielen Dank, George "The Grinch" Michael!
bränk, Dezember 2007


Die ultimative Scheiß-Show

RTL macht es möglich, sich einen ganzen Abend lang anzusehen, wie immer die selben Hackfressen sich unnötige Anekdoten zu diesem und jenem Jahrzehnt erzählen. Zwischdurch stehen irgendwelche Rentner auf der Showbühne und spielen ihren einzigen Hit, von vor 60 Jahren. Fast wie ein Familienabend mit Omi und Opi: Da werden alte Fotos von Leuten ausgekramt, die man eh nicht kennen will; lustige Requisiten, wie Zauberwürfel, werden hergezaubert, weil die ja so nostalgisch sind und früher ja jeder daran verzweifelte. Ein Spaß für alle Generationen - ab 80! Der Clou ist aber, dass man immer automatisch in die "Ultimative Chart-Show" zappt, wenn man RTL anwählt. Ob die Folge jetzt neu ist, oder in der dritten Wiederholung läuft, kann man weder erkennen, noch würde es eine Rolle spielen. Also, Axel Schulz, wie war das damals noch mal? "Da will ick nich lange fackel', Mann!"
bränk, November 2007


Ein Hoch auf die Amigos! Vamos, Muchachos!

Ihr kennt nicht die "Amigos"? Wie?! Die sind aber "legendär" – allem Anschein nach vor allem in der tiefsten Provinz, was nicht viel Gutes hoffen lässt. Und: "Das gab's noch nie! – die edel ausgestatte CD-Box jetzt inklusive einer exklusiven Interview-Disc" – so oder so ähnlich. Zwei Mitsechziger in erbarmungswürdigem Zustand und mit entsprechender Physiognomie singen also – freilich zweistimmig, also doppelt so schlimm – ebenso erbarmungswürdige Schnulzen. Nach etwa 10 Minuten der "Dauerwerbesendung" konnte ich alle "Hits" mitsingen. Und wünschte den garantiert wohlfeil gecasteten Moderatoren die Pest an den Hals. Nach 15 Minuten protestierte meine Frau. Leute – holt euch die Amigos! Und dann seid sehr gemein zu ihnen...
rou, November 2007


Bushido in der S-Bahn

Ich krieg Ausschlag und Brechreiz, wenn irgendwelche grenzdebilen Halbwüchsigen in Bussen und Bahnen ihre Multifunktions-Handys oder sonstige Geräte auf Lautsprecher schalten und sämtliche Fahrgäste - vorzüglich mich - mit ebenso grenzdebilem Deutsch-Rap belästigen. Sollen die sich den Scheiß doch im Ghetto reinziehen, wie es sich gehört!
bränk, Oktober 2007

 

Homepage

Fenster schließen