|
Hi Freaks, an dieser Stelle schreiben wir über aktuelle Ärgernisse, Undinge und Trash verschiedener Art. Und wir wollen auch eure Meinung hören! Was regt euch auf, was geht gar nicht? Schickt euren Text an info@lofi-lab.de, Betreff: Schund. Alle konstruktiven Beiträge werden hier veröffentlicht. Ein Name, ein Mann, eine Hackfresse Wer kennt ihn nicht?! Michael Wendler - ein Name, ein Mann, eine Hackfresse.
Tausende dummer, fetter Bratzen liegen ihm zu Füßen. Seine
unzähligen Hits sind fester Betandteil einer jeden abgewrackten Dorfdisko
oder Après Ski-Party geworden. Seinen großen Durchbruch schaffte
der Wendler mit "Sie liebt den DJ". Weitere Erfolge wie "Sie
liebt den DJ" oder "Sie liebt den DJ" folgten. Manche Titel
heißen auch anders, aber das ist eigentlich egal, denn jeder Wendler-Song
hört sich sowieso an wie alle anderen. Seine Fans stört das
nicht, denn die sind so debil, dass sie das gar nicht merken. Hört
sich komisch an, ist aber so! Und den Wendler stört es auch nicht,
so lange seine Hirnzelle damit beschäftigt ist, sein Hemd aufzuknöpfen.
- Na, bist du jetzt neugierig geworden? Dann schnell auf zum nächsten
Wendler-Konzert mit unzähligen Hits wie "Sie liebt den DJ"
oder "Sie liebt den DJ"! Entertainment frisst Kunst Es ist Michael Hirte ja nun wirklich zu gönnen, dass er nicht mehr
vor der ARGE knien muss. Und ja, der Mann kann Mundharmonika spielen.
Aber seit wann ist man denn bitte schön ein "Supertalent",
wenn man Mundharmonika spielen kann? Ein gut gesungenes "Ave Maria"
ist ja wohl um Längen besser als dieses zittrige Gequäke. Der
Mann gibt jetzt sogar Konzerte! Es ist ein Paradebeispiel für gefühlsgesteuerte
Dynamiken in der Gesellschaft. Wer hört sich denn in einem Jahr noch
das Geleier ernsthaft an? Die Kunst ist wieder mal zum Pseudo-Mittelpunkt
verkommen, eingelullt von billig produzierter und absatzstarker Gefühlsduselei.
Vielen Dank, RTL! Doof wie zwei Ich wollte erst würgen und schweigen. Man kann doch keines der wenigen
deutschen Rock-Urgesteine in diese Rubrik stellen, dachte ich. Und immer
wieder nölt mich dieses Geleier in der Fernsehwerbung an: erst die
Single, dann das Album, dann die nächste Single, die Limited Edition
- es ist nicht auszuhalten! Dabei ist der gute Udo längst eine Parodie
seiner selbst. Mal wieder ganz ohne Panik, dafür mit einfältigem
Soft-Rock, entsprechender Attitüde und bodenlos schlechten Texten.
Eigentlich kein Wunder, dass sich sowas auch noch gut verkauft. Aber eines
ist mal sicher: ernst nehmen kann man das ja wohl nicht! Liebe und Schmerz Jaaaa! Jeanette Biedermann ist wieder da - zumindest für den Moment.
Jedoch verschont uns Frau Biedermann mit einer neuen Platte, sondern kehrt
wieder zu ihren Wurzeln zurück und spielt die Hauptrolle in einer
Telenovela. Die Telenovela - jenes schmalzige Trash-Format um Liebe und
Schmerz - erlebt im Moment nur leider nicht ihre besten Tage. So schaut
uns Jeanette mit ihren treuen Reh-Äuglein und ihrem schüchternen
Lächeln von jeder zweiten Bushaltestelle aus an, "das schüchternste
Mädchen der Welt" (Werbeslogan), und niemand will es sehen.
Die Einschaltquoten sind im Keller und die Krise bei SAT.1 ist perfekt.
Gibt es doch einen Gott? Naja, das vermutlich nicht. Hoffen wir einfach,
dass Jeanette nicht aus Frust wieder ein Album aufnimmt, wenn "Anna
und die Liebe" erst einmal im Sender-Archiv landet. R.I.P. Bushido O je, das macht uns jetzt aber schon betroffen: Der Bushido ist eigentlich
total sensibel und so. Jetzt hat er gesagt, dass er vielleicht bald keine
Musik mehr macht, weil er schon alles gesagt hat. Da ist er konsequent!
Andere Künstler bringen einfach schlechtere, uninspiriertere Alben
auf den Markt. Bei Bushido geht das aber nicht. Da hilft nur Schluss machen.
Find ich gut, dass der Bushido da so reflektiert ist! Schließlich
hat er alle relevanten Rap-Themen, für die andere Rapper ein Künstlerleben
lang brauchen, schon in wenigen Jahren abgearbeitet: Mutter ficken, Rapper
abknallen (oder in die Fresse hauen) und stolz aufs Ghetto sein. Jetzt
müssen sich seine Kollegen umso mehr anstrengen, um mir meine tägliche
Portion Brechreiz in die Kehle zu treiben, wenn wieder mal deren Songs
aus den Handys von bemitleidenswerten Halbstarken krächtzt... Kuschel, kuschel... Was ist das denn?! Ich gönne ja jedem kleinen Mädchen seine pubertäre Geschmacksverirrung. Aber so viele kleine Mädchen kann es hierzulande gar nicht geben, dass dieses unsägliche Jamba-Vieh namens "Schnuffel" von ihnen auf den ersten Platz der deutschen Verkaufscharts katapultiert werden konnte. Wenn also nicht die Diddl-Connection, wer dann? Aber wahrscheinlich war in vielen CD-Regalen noch ein Platz neben "Last Christmas" frei... Ungeklärt ist derweil auch die Logik des "Kuschel-Songs".
Da heißt es hochlyrisch: "Kuschel, kuschel, kuschel, kuschel
/ Bist mein kleiner, süßer Schnuffel". Der Hase hat zwar
'ne Möhre im Schoß liegen, besingt sich offenbar aber selbst
- oder wie seht ihr das? Ich weiß, Logik ist hier nicht angebracht.
Bleibt nur zu hoffen, dass ein pfiffiger Programmierer die Idee der Mohrhuhn-Jagd
noch mal aufgreift. Dann macht vielleicht sogar der schlecht animierte,
narzisstische Hase mal Spaß. Bata, wir lieben dich! Er kam, sang und siegte (zumindest beinahe). Die Schlager-Legende Bata Illic, sie lebt noch - irgendwie. Zwei Wochen lang konnten wir erleben, wie Bata den Widrigkeiten des Dschungels trotzte. Unvergessen, wie er sämtliche Höhlenbewohner in den Schlaf sang. Seine Ansprache als Teamchef zeugte von diplomatischer Weisheit ("Wir machen einfach weiter, so wie wir bis jetzt gemacht haben!"), aber seine Verhandlungen mit den Schlangen, dürften in die Geschichtsbücher eingehen: "Ich liebe euch alle, wirklich! Ich bin nur ein Sänger, das ist alles. Und ich singe keine schlechten Lieder." Gerne erinnern wir uns auch an den Slapstick-Bata, wie er einfach nur Klopapier holte. Sicher hat er noch Schlamm in den Schuhen, aber schon bald wird er wieder
auf den Showbühnen dieser Welt stehen (zunächst am 14.6. im
Hotel Kaiseralm in Bischofsgrün) und neben seinen Klassikern auch
den letztjährigen Smashhit "Wie ein Liebeslied" darbieten.
Eike Immel hat sich sein Exemplar schon signieren lassen. Same procedure as every year Na, auch mal wieder "Last Christmas" gekauft? Alljährlich
wiederholt sich das Phänomen, dass diese Wham-Schmiere in den deutschen
Verkaufscharts erscheint. Inzwischen ist das Teil 24 Jahre alt, und gut
war es noch nie. Wer kauft das bloß ständig? Steht der Song
jetzt in den Kinderzimmern neben Bushido und Tokio Hotel? Oder wollen
Mami und Papi ihrer Jugenderinnerung fröhnen? Selbst das wäre
keine Entschuldigung für diesen musikalischen Dung. Vielen Dank,
George "The Grinch" Michael! Die ultimative Scheiß-Show RTL macht es möglich, sich einen ganzen Abend lang anzusehen, wie immer
die selben Hackfressen sich unnötige Anekdoten zu diesem und jenem Jahrzehnt
erzählen. Zwischdurch stehen irgendwelche Rentner auf der Showbühne und
spielen ihren einzigen Hit, von vor 60 Jahren. Fast wie ein Familienabend
mit Omi und Opi: Da werden alte Fotos von Leuten ausgekramt, die man eh
nicht kennen will; lustige Requisiten, wie Zauberwürfel, werden hergezaubert,
weil die ja so nostalgisch sind und früher ja jeder daran verzweifelte.
Ein Spaß für alle Generationen - ab 80! Der Clou ist aber, dass man immer
automatisch in die "Ultimative Chart-Show" zappt, wenn man RTL anwählt.
Ob die Folge jetzt neu ist, oder in der dritten Wiederholung läuft, kann
man weder erkennen, noch würde es eine Rolle spielen. Also, Axel Schulz,
wie war das damals noch mal? "Da will ick nich lange fackel', Mann!" Ein Hoch auf die Amigos! Vamos, Muchachos! Ihr kennt nicht die "Amigos"? Wie?! Die sind aber "legendär"
– allem Anschein nach vor allem in der tiefsten Provinz, was nicht
viel Gutes hoffen lässt. Und: "Das gab's noch nie! – die
edel ausgestatte CD-Box jetzt inklusive einer exklusiven Interview-Disc"
– so oder so ähnlich. Zwei Mitsechziger in erbarmungswürdigem
Zustand und mit entsprechender Physiognomie singen also – freilich
zweistimmig, also doppelt so schlimm – ebenso erbarmungswürdige
Schnulzen. Nach etwa 10 Minuten der "Dauerwerbesendung" konnte
ich alle "Hits" mitsingen. Und wünschte den garantiert
wohlfeil gecasteten Moderatoren die Pest an den Hals. Nach 15 Minuten
protestierte meine Frau. Leute – holt euch die Amigos! Und dann
seid sehr gemein zu ihnen... Bushido in der S-Bahn Ich krieg Ausschlag und Brechreiz, wenn irgendwelche grenzdebilen Halbwüchsigen
in Bussen und Bahnen ihre Multifunktions-Handys oder sonstige Geräte
auf Lautsprecher schalten und sämtliche Fahrgäste - vorzüglich
mich - mit ebenso grenzdebilem Deutsch-Rap belästigen. Sollen die
sich den Scheiß doch im Ghetto reinziehen, wie es sich gehört!
|
|